FFD POWER-BESS ohne Datenzugriff von unserer Seite – Kundeneigene Netzbatterie in Norwegen
30. Juli 2026

FFD POWER hat in Norwegen ein kundeneigenes Netzbatteriesystem realisiert, das mit zehn kompakten Galaxy261L-Batterieschränken ausgestattet ist.
Wir sind stolz auf dieses Projekt für ein kundeneigenes Netzbatteriesystem in Norwegen. Eine Besonderheit ist jedoch hervorzuheben: Wir haben keinen Zugriff auf die täglichen Betriebsdaten. Es ist kein Remote-Dashboard von FFD mit dem Standort verbunden, und keine Systemwerte werden an unsere Server übermittelt. Diese datengeschlossene Architektur war bereits bei der ursprünglichen Planung vorgesehen.
Das kundeneigene Netzbatteriesystem in Norwegen verfügt über eine Leistung von 1,25 MW / 2,61 MWh und besteht aus zehn kompakten Galaxy261L-Schränken. Das Besondere dieser Netzspeicherlösung ist nicht die installierte Kapazität, sondern die uneingeschränkte Daten- und Betriebshoheit, die beim Anlageneigentümer verbleibt.
Aufgaben des Batteriesystems
Das System ist für Frequenzhaltungsreserve (FCR) ausgelegt und vor Ort getestet worden. Diese Aufgabe besteht darin, automatisch und schnell die Netzfrequenz stabil bei 50 Hz zu halten. Wenn die Netzfrequenz abweicht, kann eine solche Batterie binnen Bruchteilen einer Sekunde Strom einspeisen oder aufnehmen. Die Projektvorgabe lag bei einer Reaktionszeit von 400 Millisekunden; bei Vor-Ort-Tests reagierte das System bereits innerhalb von 200 Millisekunden. Zusätzlich kann es von der angrenzenden Solaranlage aufgeladen werden. Mit anderen Worten handelt es sich um eine leistungsstarke Netzinfrastruktur, nicht nur um ein Notstromaggregat in einem Gebäude – und genau deshalb ist der folgende Punkt so entscheidend.
Kurze Erläuterung zur Bedeutung dieses Merkmals
Eine moderne Batterie besteht nicht nur aus Metallgehäuse und Zellen. Es handelt sich um ein vernetztes Gerät mit Steuerungen, Software und Kommunikationsverbindungen. Über diese Verbindungen kann man den Betrieb verfolgen und dem Gerät Befehle erteilen. Das ist vorteilhaft, birgt aber auch Überlegungsbedarf: Die gleiche Verbindung, die dem Hersteller hilfreiche Fernüberwachung ermöglicht, stellt gleichzeitig eine Zugriffsmöglichkeit auf ein in das Stromnetz integriertes Gerät dar.
Somit lautet die zentrale Frage bei jeder Netzbatterie ganz einfach: Wer kann die Daten einsehen und wer kann das Gerät steuern?

Unsere Lösung für dieses Projekt: Der Kunde – nicht wir.
An diesem norwegischen Standort erfolgt die Überwachung ausschließlich lokal. Der Kunde überwacht und betreibt das System über seine eigene Infrastruktur. Wir betreiben kein Remote-Dashboard, das Daten dieses Projekts an unsere Server übermittelt. Somit verbleiben alle täglichen Betriebswerte, Lade- und Entladeverläufe sowie das Betriebsverhalten der Anlage beim Kunden – nicht auf Bildschirmen in unserem Büro.
Die Steuerung funktioniert nach demselben Prinzip. Die Batterie empfängt Befehle über das kundeneigene Energiemanagementsystem (EMS) mittels des offenen Standardprotokolls Modbus TCP/IP. Wir liefern keine geschlossene Einheit, die heimlich auf unsere Anweisungen reagiert. Wir liefern ein Betriebsmittel und übergeben sämtliche Steuerungsbefugnisse.
Gründe für diese Architektur aus Kundensicht
Für viele Käufer ist genau dies das entscheidende Argument. Wenn eine Batterie Teil des eigenen Betriebs ist – insbesondere wenn sie innerhalb von Millisekunden Netzaufgaben übernimmt – möchte man möglicherweise keinen externen Parteien Echtzeitzugriff auf die Überwachung oder ferngesteuerte Eingriffsmöglichkeiten gewähren. Die interne Verwaltung von Überwachung und Steuerung reduziert externe Zugriffsmöglichkeiten auf ein kritisches Betriebsmittel, zudem verbleiben alle betriebsrelevanten Daten beim Eigentümer.
Zudem sorgt diese Struktur für klare Verantwortungsverhältnisse: Ein Eigentümer, ein Betreiber, eine Instanz zur Steuerung des Systems. Für Geräte, die am Stromnetz betrieben werden und einen sicheren Betrieb gewährleisten müssen, ist eine unkomplizierte, abgeschlossene Architektur ein Vorteil und keine Einschränkung.
Einfach und zuverlässig wie ein Fernseher – auf eine andere Weise
Wir betonen immer, dass unsere Schränke einfach zu installieren und unkompliziert im Betrieb sind. Dieses Projekt verdeutlicht eine weitere Dimension dieses Versprechens: Einfachheit bedeutet auch, dass das System ohne ständige Beobachtung durch uns funktioniert. Wir haben es konstruiert, auf schnelle Frequenzregelung geprüft und ausgeliefert – danach betreibt der Kunde die Anlage selbst. Der Umstand, dass keine Betriebsdaten zu uns gelangen, entspricht genau dem Charakter eines kundeneigenen Betriebsmittels.
