Kühe beschatten und die Solarkurve glätten — BESS für Agri-Photovoltaik in Israel

FFD POWER Batterieschränke auf einer erhöhten Stahlplattform bei Sonnenaufgang über nebligen norwegischen Feldern

Projektübersicht

FFD POWER hat auf einem aktiven Milchviehbetrieb in Israel ein BESS mit 500 kW / 1.044 kWh in Betrieb genommen, gekoppelt mit einem Agri-PV-Dach, das das Vieh beschattet und gleichzeitig sauberen Strom darüber erzeugt. Das System glättet den Mittags-Solarüberschuss, hält eine geschützte Reserve für Melken, Kühlung und Lüftung vor und dient als sofortige Notstromquelle für die Kühlkette — und macht so aus einem einzelnen Hofstandort einen autarken „Farm Energy Hub“.

Zwei FFD POWER Batterieschränke auf einem Betonsockel unter einer Gewächshaus-PV-Konstruktion, mit hebräischem Warnschild und Partner-Aufkleber „Kalmubil Energy"
Zwei FFD POWER Batterieschränke unter einer Gewächshaus-PV-Konstruktion in Frontalansicht, mit Partner-Aufkleber „Kalmubil Energy" und Strohballen im Hintergrund

Projekthintergrund

Milchbetriebe in Israel laufen in einem fordernden Lastzyklus — Kühlung, Melkstände und Stalllüftung ziehen rund um die Uhr konstante Last, während sommerliche Spitzentemperaturen den Kühlbedarf an die Grenze bringen. Gleichzeitig hat der landesweite Vorstoß in Richtung Agri-Photovoltaik — Solardächer direkt über landwirtschaftlichen Flächen — eine neue Klasse mittelgroßer Erzeugungsstandorte hervorgebracht, an denen die mittägliche PV-Leistung den Eigenverbrauch regelmäßig übersteigt. Ohne Speicher wird dieser Überschuss entweder zu niedrigen Einspeisetarifen ins Netz exportiert oder direkt abgeregelt, und jede Netzstörung gefährdet sofort verderbliche Milch und lebende Tiere.

Projektherausforderung

  • Kontinuierliche kritische Last: Melk-, Kühl- und Lüftungsanlagen müssen unterbrechungsfrei laufen; schon ein kurzer Ausfall gefährdet Milchqualität und Tierwohl.
  • PV-Überschuss-Mismatch: Das Agri-PV-Dach erzeugt eine ausgeprägte Mittagsspitze, die den Hofbedarf übersteigt, während Morgen- und Abendlasten über Netzbezug gedeckt werden.
  • Zuverlässigkeit der Notstromversorgung: Die Kühlkette toleriert keinerlei Ausfallzeit und verlangt schnelles Umschalten, das ein Dieselaggregat allein bei Weitem nicht leisten kann.
  • Flächeneffizienz: Jeder Quadratmeter unter dem Dach muss doppelt genutzt werden — Schatten für das Vieh unten, Stromerzeugung oben — bei kompaktem Speicher-Fußabdruck.

FFD POWER Lösung

FFD POWER hat vier All-in-One-BESS-Schränke installiert, aufgeteilt in zwei Gruppen zu je zwei Einheiten an zwei separaten Standorten auf dem Hof, die durch ein farmoptimiertes EMS als ein einziger Vermögenswert koordiniert werden. Das Ergebnis ist ein echter „Farm Energy Hub“ — ein einziger integrierter Vermögenswert, der die PV-Spitze aufnimmt, den Milchhof durch seine kritischen Zyklen versorgt und in dem Moment einsatzbereit ist, in dem das Netz schwankt.

Systemspezifikationen

  • PV-Installation: Agri-PV-Dach über dem Milchviehbetrieb
  • BESS-Leistung: 500 kW
  • BESS-Kapazität: 1.044 kWh
  • Eingesetztes Produkt: Galaxy 261 AIO-Schrank × 4
  • Architektur: Netzgekoppelt mit nahtloser Notstromumschaltung, farmoptimiertes EMS
  • Anwendung: Agri-PV-Eigenverbrauch mit Reserve für kritische Lasten
  • Tageszyklen: 1,2 im Durchschnitt (ein voller Arbitrage-Zyklus plus teilweise Solarglättung)

Betriebslogik: Der „Farm Energy Hub“-Effekt

Das EMS betreibt die Anlage nach einer Drei-Prioritäten-Strategie, die den Hof grün, schlank und geschützt hält:

  • PV-priorisiertes Laden: Überschüssige Erzeugung aus dem Agri-PV-Dach ist die erste Quelle, mit der das BESS aufgeladen wird, sodass jede Mittags-kWh vor Ort bleibt, anstatt vergünstigt ins Netz abzufließen.
  • Reserve für kritische Lasten: Ein geschützter SOC-Schwellenwert wird jederzeit als Reserve vorgehalten, damit Melk-, Kühl- und Lüftungssysteme unabhängig von Solar- oder Netzbedingungen eine garantierte Mindestlaufzeit haben.
  • Spitzenlastkappung & Eigenverbrauch: Gespeicherte Solarenergie wird über die abendliche Lastkurve abgegeben, senkt den Netzbezug in Hochtarifzeiten und maximiert den Wert jeder vom Dach erzeugten Kilowattstunde.
  • Backup-SOC-Strategie: Bei Netzstörungen wechselt das System nahtlos in den Inselbetrieb und greift auf die reservierte Kapazität zurück, um Kühlkette und tierwohlrelevante Systeme bis zur Netzwiederkehr am Leben zu halten.

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