Werkserweiterung ohne sofortiges Netz‑Upgrade — BESS für Entlastung der Transformatorleistung in Italien

FFD POWER Batterieschränke auf einer erhöhten Stahlplattform bei Sonnenaufgang über nebligen norwegischen Feldern

Projektüberblick

BESS für Entlastung der Transformatorleistung in Italien zeigt, wie ein 105 kW / 215 kWh Schrank‑Batteriespeichersystem einen bestehenden Transformator ergänzt, um eine Produktionsaufrüstung in einem italienischen Beschichtungswerk zu unterstützen. Wenn neue Prozessanlagen die Spitzenlast über die verfügbare Trafo‑Reserve (Headroom) hinaus erhöhen, liefert das BESS kurzfristige Boost‑Leistung. So kann der Standort innerhalb des Netzimport‑Limits bleiben, ohne den Transformator sofort ersetzen zu müssen.

Das EMS koordiniert Peak Shaving, kontrolliertes Nachladen und Bereitschaftsmanagement, um die Produktion stabil zu halten und die Exposition gegenüber Leistungspreisen (Demand Charges) zu reduzieren.

105kW/215kWh Galaxy Schrank-BESS außerhalb einer italienischen Fabrik zur Entlastung der Transformatorkapazität und Spitzenlastkappung
EMS-Dashboard „Italy System diagram": Netzimportgrenzensteuerung und Spitzenlastkappungslogik zur Entlastung der Transformatorkapazität

Projekthintergrund

In Industriebetrieben sind Trafo‑Upgrades aufgrund von Bauarbeiten, Genehmigungen und Abstimmung mit dem Netzbetreiber oft teuer und zeitaufwendig. Bei Beschichtungs- und Finish‑Linien können Lastprofile scharfe Peaks von Motoren, Kompressoren, Öfen und Lüftungssystemen aufweisen – insbesondere beim Anfahren oder bei Batch‑Übergängen. Wenn der vorhandene Transformator nahe an seiner Grenze betrieben wird, können schon kurze Spitzen Schutzabschaltungen auslösen oder Betreiber zur Produktionsdrosselung zwingen.

Ein Behind‑the‑Meter‑BESS kann als „virtuelles Trafo‑Upgrade“ wirken, indem es Peaks glättet und in transienten Hochlastphasen Boost‑Leistung bereitstellt.

Projektanforderungen

  • Trafo‑Headroom‑Constraint: Gesamt‑Import des Standorts innerhalb der Trafo‑Nennleistung halten und gleichzeitig neue prozessbedingte Spitzen abdecken.
  • Schnelle industrielle Lasttransienten: Auf scharfe Lastsprünge und Rampen reagieren, ohne Instabilität oder Fehlauslösungen zu verursachen.
  • Batteriesichere Bereitschaft: Ausreichenden SOC für Boost bereitstellen; C‑Rate/Temperatur begrenzen und Nachladen so planen, dass keine neuen Spitzen entstehen.

FFD POWER Lösung

FFD POWER implementierte ein 105 kW / 215 kWh All‑in‑One Schrank‑BESS mit einem EMS für industrielles Peak‑Control. Das EMS misst kontinuierlich den Standort‑Import und setzt einen Peak‑Cap‑Sollwert entsprechend der Trafo‑Grenzen. Überschreitet die Last den Cap, entlädt das BESS und liefert die Differenz – Überlast wird vermieden und die Produktionskontinuität verbessert. In Niedriglastfenstern lädt das System mit leistungsbegrenztem Profil nach und hält den SOC für das nächste Peak‑Ereignis bereit.

Systemdaten

  • BESS‑Leistung: 105 kW
  • BESS‑Kapazität: 215 kWh
  • Eingesetztes Produkt: Galaxy 215 Schrank‑All‑in‑One‑BESS
  • Anwendung: Entlastung der Transformatorleistung (Peak Shaving / Boost)
  • Architektur: EMS mit Import‑Cap + schnelle Peak‑Response + kontrolliertes Nachladen & SOC‑Bereitschaft

Betriebslogik: Import‑Cap Peak Shaving + Boost‑Bereitschaft

Die EMS‑Logik behandelt die Trafo‑Grenze als primäre Nebenbedingung und dispatcht das BESS als Puffer für Spitzen:

  • Import‑Cap‑Regelung: Erzwingt ein einstellbares Netzimport‑Limit (Trafo‑Constraint); entlädt das BESS, um Bedarf oberhalb des Caps zu decken.
  • Transienten‑Handling: Schnelle Reaktion mit Ramp‑Rate‑Control, um Lastsprünge nachzuführen und stabile Übergänge zu gewährleisten.
  • SOC‑Bereitschaft & Nachladeplanung: Hält ein Ziel‑SOC‑Band, um Boost‑Verfügbarkeit zu garantieren; lädt in Niedrignachfragezeiten leistungsbegrenzt nach, um keine neuen Spitzen zu erzeugen.

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