Schnellladen trotz Netzengpässen — BESS für EV-Ladebooster in Deutschland

Projektübersicht
BESS für EV-Ladebooster in Deutschland zeigt, wie ein 105kW/215kWh Batteriespeichersystem als lokaler Leistungsbooster an einem EV-Ladestandort eingesetzt wird, wenn vorhandener Trafo und Netzanschluss die benötigte Spitzenleistung nicht abdecken. Durch Laden in Zeiten geringer Nachfrage und Entladen während der Ladevorgänge kann die Station kurzfristig höhere Leistung bereitstellen – ohne sofortige, kostspielige Netzverstärkungen. Das EMS koordiniert dabei Ladelast-Following, Netzbezugsbegrenzung und Batterieschutz, sodass der Ladebetrieb zuverlässig, regelkonform und wirtschaftlich bleibt.


Projekt-Hintergrund
In vielen Regionen Deutschlands dauern Trafoupgrades oder eine höhere Anschlussleistung Monate und erfordern erhebliche Investitionen sowie Genehmigungen. Gleichzeitig stehen Ladebetreiber unter Druck, leistungsstärkere DC-Lader zu installieren, um Standzeiten zu reduzieren und die Nutzererfahrung zu verbessern. Ein kompaktes BESS hinter dem Zähler überbrückt diese Lücke, indem es Energie zeitversetzt bereitstellt und kurzzeitig Spitzenleistung liefert – es ergänzt den Trafo effektiv während Ladepeaks.
Projekt-Herausforderungen
- Engpass Trafokapazität: Spitzenleistung für EV-Lader bereitstellen, während der Netzbezug innerhalb der bestehenden Trafo-Grenze bleibt.
- Dynamisches Last-Following: Schnelle, stufenförmige Laständerungen der Lader nachführen und Fehlauslösungen durch abrupte Rampen vermeiden.
- Verfügbarkeit & Batterieschutz: Ausreichenden SOC für Ladepeaks vorhalten und zugleich C-Rate, Temperatur und Entladetiefe begrenzen, um die Lebensdauer zu schützen.
FFD POWER LÖSUNG
FFD POWER implementierte ein 105kW/215kWh Cabinet-BESS, integriert mit einem EV-charging-aware EMS. Das EMS misst Standortlast und Laderbedarf und verteilt die Leistung zwischen Netzbezug und Batterientladung, um eine Ziel-Ladeleistung zu erreichen und gleichzeitig die Trafo-Grenze einzuhalten. In Nebenzeiten lädt das System die Batterie kontrolliert nach, schafft SOC-Headroom für das nächste Ladefenster und reduziert die Exposition gegenüber Leistungspreisen.
Systemspezifikationen
- BESS-Leistung: 105 kW
- BESS-Kapazität: 215 kWh
- Eingesetztes Produkt: Galaxy 215 Cabinet-type All-in-one BESS
- Anwendung: EV-Ladebooster + Trafo-Entlastung
- Architektur: EMS mit Lader-Demand-Following + Netzbezugsbegrenzung + SOC-Readiness-Regelung
Betriebslogik: EV-Lader-Spitzenlast-Booster + Netzbezugsbegrenzung
Die EMS-Logik priorisiert eine zuverlässige Ladeperformance, verhindert Trafo-Überlast und hält die SOC-Readiness aufrecht:
- Netzbezugsbegrenzung: Setzt eine konfigurierbare Import-Obergrenze (Trafogrenze); wenn der Laderbedarf diese Grenze überschreitet, entlädt das BESS die Differenz.
- Lader-Demand-Following: Verfolgt schnelle Lastsprünge der Lader und wendet Rampenbegrenzung sowie Glättung an, um Übergänge stabil zu halten.
- SOC-Readiness-Policy: Hält ein Ziel-SOC-Band zur Sicherstellung der Peak-Unterstützung; plant kontrolliertes Nachladen in Zeiten geringer Nachfrage und pausiert Boosting nahe SOC-Grenzen.
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