Den Transformator-Engpass umgehen — BESS für EV-Ladeinfrastruktur in Israel

Projektübersicht
Als Reaktion auf die rasant wachsende EV-Verbreitung an großen Automobil-Logistikzentren in ganz Israel hat FFD POWER ein BESS für EV-Ladeinfrastruktur in Israel in Betrieb genommen — ein kommerzielles BESS mit 1,875 MW / 3,915 MWh bei einem führenden 4S-Autohaus mit Lagerhaus. Das System bietet eine dynamische Kapazitätserweiterung für Hochleistungs-EV-Ladung, Time-of-Use-Arbitrage und nahtlose Notstromversorgung — und verwandelt einen begrenzten Netzanschluss in einen hochverfügbaren Power Hub, ohne die Kosten und Verzögerungen einer Transformator-Aufrüstung.


Projekthintergrund
Der Kunde betreibt in Israel ein großes 4S-Autohaus und Logistiklager mit ausgedehnten Parkflächen, die mit Hochleistungs-EV-Ladestationen für Flottenfahrzeuge, Kundenfahrzeuge in der Auslieferungsphase und Mitarbeiter ausgestattet sind. Mit der zunehmenden EV-Verbreitung auf dem israelischen Markt stand die Anlage vor einer wachsenden Lücke zwischen der verfügbaren Transformator-Kapazität und der Spitzenleistung, die durch gleichzeitige Schnellladevorgänge entsteht. In einem dichten städtischen Netzumfeld und bei steigenden Stromtarifen benötigte der Standort eine Lösung, die nutzbare Kapazität erweitern, Energiekosten absichern und Netzstörungen überbrücken konnte — ohne auf Aufrüstungen der Versorgungsinfrastruktur warten zu müssen.
Projektherausforderung
- Netzbeschränkungen: Eine Aufrüstung des lokalen Transformators und des Verteilnetzes in einem dicht besiedelten Gebiet war entweder unverhältnismäßig teuer oder mit langen behördlichen Verzögerungen verbunden und blockierte jede kurzfristige Erweiterung der Ladekapazität.
- Raues Klima: Hohe Umgebungstemperaturen in der Region erfordern ein fortschrittliches Thermomanagement, um Batteriedegradation zu verhindern, die Zykluslebensdauer zu erhalten und ganzjährige Systemsicherheit zu gewährleisten.
- Komplexe Integration: Die Abstimmung des BESS mit bestehenden EV-Ladestationen, den Verbrauchern vor Ort und dem lokalen Netz erforderte die strikte Einhaltung israelischer Netzqualitätsstandards und eine nahtlose Koordination zwischen mehreren Wechselrichtereinheiten.
- Wirtschaftlicher Druck: Schwankende Strompreise und eine klar differenzierte Spitzen-/Schwachlasttarifstruktur machten einen pauschalen Verbrauch bei diesem Lastprofil unhaltbar.
FFD POWER Lösung
FFD POWER hat ein modulares kommerzielles BESS mit 1,875 MW / 3,915 MWh installiert, bestehend aus 15 Galaxy 261-Schränken in Kombination mit 125-kW-PCS-Einheiten, die einen einheitlichen, EMS-gesteuerten Energy Hub bilden, der zwischen dem Versorgungstransformator und der EV-Ladeinfrastruktur sitzt. Das System nimmt günstigen Strom außerhalb der Spitzenzeiten auf, unterstützt Spitzenladeereignisse und steht als hochverfügbare Notstromversorgung bereit — und erweitert die effektive Kapazität des Standorts weit über das hinaus, was der Transformator allein liefern könnte.
Systemspezifikationen
- PV installiert: Bereit für zukünftige Integration (EMS für Eigenverbrauch vorkonfiguriert)
- BESS-Leistung: 1,875 MW (125 kW × 15 Einheiten)
- BESS-Kapazität: 3,915 MWh (261 kWh × 15 Einheiten)
- Verwendetes Produkt: Galaxy 261 mit 125 kW PCS × 15
- Architektur: Netzgekoppeltes modulares BESS mit Umschaltung in den Inselbetrieb im Millisekundenbereich
- Anwendung: Hybride EV-Ladeinfrastruktur und Netzunterstützung
- Thermomanagement: Flüssigkeitsgekühlte Schränke, ausgelegt für Betrieb bei hohen Umgebungstemperaturen
Betriebslogik: Die Strategie der „dynamischen Kapazitätserweiterung"
Das Energiemanagementsystem ist mit einer mehrschichtigen Prioritätslogik konfiguriert, die den ROI maximiert und gleichzeitig die Stabilität bewahrt:
- Peak-Shaving und dynamische Kapazitätserweiterung: Das EMS überwacht kontinuierlich die Transformatorlast in Echtzeit. Wenn der EV-Ladebedarf eine vordefinierte Schwelle überschreitet (typischerweise 80 % der Transformator-Kapazität), entlädt das BESS sofort, um die Spitze zu kappen — und erweitert so die Standortleistung effektiv ohne jede Hardware-Aufrüstung.
- Time-of-Use (ToU)-Arbitrage: Unter Nutzung der israelischen Stromtarifstruktur lädt das System in den kostengünstigen Schwachlastzeiten (typischerweise nachts) und entlädt in den Spitzenpreisfenstern, was die Stromrechnung der Anlage spürbar reduziert.
- Optimierung des Eigenverbrauchs: Falls zukünftig eine PV-Anlage hinzugefügt wird, priorisiert das EMS Solarenergie zum Laden der Batterien und stellt sicher, dass keine grüne Energie verschwendet oder zu ungünstigen Tarifen eingespeist wird.
- Notstrombetrieb: Ein reservierter Ladezustand — typischerweise 10–20 % — wird jederzeit aufrechterhalten. Bei einem Netzausfall wechselt das BESS innerhalb von Millisekunden in den Inselbetrieb, um kritische Lagerhaussysteme und die Notbeleuchtung zu versorgen und so die Geschäftskontinuität sicherzustellen.
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