Nahtloses Umschalten zwischen Netz- und Inselbetrieb ohne STS — BESS für industrielle Notstromversorgung im Nahen Osten

FFD POWER Batterieschränke auf einer erhöhten Stahlplattform bei Sonnenaufgang über nebligen norwegischen Feldern

Projektübersicht

An einem unternehmenskritischen Industriestandort im Nahen Osten hat FFD POWER ein Batteriespeichersystem mit 1.250 kW / 2.610 kWh installiert, das für den nahtlosen Übergang zwischen Netz- und Inselbetrieb ausgelegt ist. Das System basiert auf einem VSG-fähigen netzbildenden PCS und einer STS-freien Architektur und hält die Produktionslinien auch bei Netzausfällen und Spannungsereignissen am Laufen — ohne die Kosten, die Komplexität oder den Single Point of Failure eines herkömmlichen statischen Transferschalters.

Ein FFD-POWER-Mitarbeiter steht neben einer Reihe von Batterieschränken entlang eines Gebäudes, umgeben von Bäumen
Laptop mit FFD EMS-Software-Dashboard: Systemdiagramm eines 2200kW/5126kWh-Speichers mit Steuerung für Spitzenlastkappung und Status von 11 PCS-Batterieclustern

Projekthintergrund

Industrielle Betreiber im Nahen Osten stehen zunehmend vor einem Paradoxon: Das regionale Nachfragewachstum und veraltete Verteilnetze haben die Netzqualität unberechenbar gemacht, während Produktionspläne im 24/7-Betrieb absolute Verfügbarkeit verlangen. Häufige Ausfälle, Spannungseinbrüche und Frequenzschwankungen zwingen Anlagen zur Wahl zwischen teurer Diesel-Rotation, überdimensionierten USV-Bänken oder dem Inkaufnehmen von Stillstand. Ein modernes, netzbildendes BESS verändert diese Rechnung, indem es als primäre Spannungs- und Frequenzreferenz für die Last fungiert — und sofort übernimmt, sobald das Versorgungsnetz ausfällt.

Projektherausforderung

  • Instabiles Netz: Häufige Ausfälle und Spannungsschwankungen stören den kontinuierlichen Industriebetrieb.
  • Anforderung an null Ausfallzeit: Produktionsprozesse können auch eine kurze Unterbrechung beim Übergang vom Netz- zum Inselbetrieb nicht tolerieren.
  • Nachteile von STS: Herkömmliche Static-Transfer-Switch-Designs verursachen zusätzliche Hardwarekosten, Verdrahtungskomplexität und eine weitere Fehlerquelle im kritischen Leistungspfad.
  • Skalierbarkeit: Der Kunde benötigte eine modulare Plattform, die heute auf den Standort ausgelegt werden kann und sich später ohne Neukonzeption der Anlage erweitern lässt.

FFD POWER Lösung

FFD POWER hat eine Flotte von zehn Galaxy 261 All-in-One-Schränken in Verbindung mit einem VSG-fähigen netzbildenden PCS und einem Schnellschalter installiert, die zusammen einen einheitlichen „Always-On Power Core” bilden — und damit den herkömmlichen Stack aus Netz + STS + USV durch ein einziges, intelligentes Asset ersetzen.

Systemspezifikationen

  • BESS-Leistung: 1.250 kW
  • BESS-Kapazität: 2.610 kWh
  • Eingesetztes Produkt: Galaxy 261 AIO-Schrank × 10 mit netzbildendem PCS (125 kW pro Einheit)
  • Architektur: VSG-fähiges PCS mit Schnellschalter-Design — STS-freie Inselbildung
  • Anwendung: Nahtloses Umschalten zwischen Netz- und Inselbetrieb für kontinuierliche industrielle Lasten

Betriebslogik: Der „Always-On Power Core"-Effekt

Die Kerninnovation liegt darin, wie sich das PCS wie eine echte Spannungsquelle verhält, sodass die Last den Moment des Netzausfalls nie bemerkt:

  • VSG-Modus (netzbildend): Das PCS emuliert kontinuierlich die Trägheit und Dämpfung eines Synchrongenerators und gibt Spannung und Frequenz für den Standort vor, anstatt dem Netz passiv zu folgen.
  • Nahtlose Schnellumschaltung: Wenn eine Netzstörung erkannt wird, geht das System innerhalb von Millisekunden in den Inselbetrieb über — schnell genug, dass empfindliche Industrielasten ohne Auslösung durchfahren, und ohne mechanischen STS im Leistungspfad.
  • Inselbetrieb ohne STS: Da das PCS auf beiden Seiten des Übergangs bereits netzbildend ist, wird kein statischer Transferschalter benötigt. Dies eliminiert eine bedeutende Quelle von Investitionskosten, Verdrahtung und Fehlermodi aus dem Einlinienschema.
  • Resynchronisation & Rückkehr: Sobald das Versorgungsnetz wieder stabil ist, gleicht das EMS die Phase des Wechselrichters mit dem Netz ab und schaltet ohne Störung der Last wieder zu — und schließt damit den Kreis eines vollständig autonomen Ausfallzyklus.

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