Diesel durch Sonne und Speicher ersetzen — BESS für netzunabhängige Hybridenergie in Kenia

FFD POWER Batterieschränke auf einer erhöhten Stahlplattform bei Sonnenaufgang über nebligen norwegischen Feldern

Projektübersicht

In einer Gewerbeanlage an der Küste in der Nähe von Mombasa, Kenia, hat FFD POWER ein hybrides Microgrid aus Solar, Diesel und Speicher errichtet, das einen Standort ohne zuverlässigen Netzanschluss versorgt. Durch die Kombination von 250 kW bidirektionaler Wechselrichterleistung mit 522 kWh Batteriespeicher und einer bestehenden PV-Anlage liefert das System stabile, effiziente Energie und reduziert gleichzeitig die Laufzeit der Dieselgeneratoren und die Kraftstoffkosten erheblich.

Zwei FFD POWER Batterieschränke unter einem Metalldach neben einem Wasserturm und Steuerungspaneelen, ein Mitarbeiter prüft die Anlage
Laptop mit FFD EMS-Software-Dashboard: Systemdiagramm eines 200kW/466kWh-Speichers in Italien mit zwei PCS-Batterieclustern und Rückspeiseschutz-Zählern

Projekthintergrund

In vielen Teilen Kenias, insbesondere in Industrie- und Agrargebieten entlang des Mombasa-Korridors, arbeiten Unternehmen mit schwachen oder völlig fehlenden Netzanschlüssen. Dieselgeneratoren waren lange die Standardlösung, doch volatile Kraftstoffpreise, hohe Logistikkosten und steigende Nachhaltigkeitsanforderungen internationaler Abnehmer haben den reinen Dieselbetrieb zunehmend unwirtschaftlich gemacht. Auch Solar-PV allein kann die Lücke nicht schließen, da die Erzeugung nachts und bei Bewölkung zusammenbricht und die Betreiber so von genau den Generatoren abhängig bleiben, die sie eigentlich ersetzen möchten. Eine speichergeführte Hybridarchitektur ist heute der praktikabelste Weg zu zuverlässiger, kostengünstiger und kohlenstoffarmer Energie in diesem Markt.

Projektherausforderung

  • Kein zuverlässiges Netz: Der Standort liegt außerhalb jeder nutzbaren Versorgung durch das Stromnetz, was netzgebundenen Betrieb und Net Metering als Optionen zur Kostendeckung ausschließt.
  • Hohe Dieselbelastung: Die vorhandenen Generatoren liefen mehr als 18 Stunden pro Tag, trieben die Kraftstoffkosten über 0,40 USD pro kWh und verursachten ständigen Wartungs- und Betankungsaufwand.
  • Ungenutzte PV-Anlage: Eine vorinstallierte 150-kW-PV-Anlage wurde mittags stark abgeregelt, weil die Lasten die Spitzenerzeugung nicht aufnehmen konnten und kein Speicher zur Erfassung des Überschusses vorhanden war.

FFD POWER Lösung

FFD POWER hat ein vollständig integriertes All-in-One-BESS errichtet, das auf zwei parallel betriebenen Galaxy-Schränken basiert und den Standort in einen selbstverwaltenden „Hybrid Power Hub“ verwandelt. Das System steuert Solar, Batterie und Diesel als eine einzige abrufbare Ressource — sodass Sonne und Batterie die Last übernehmen, wann immer möglich, und der Generator nur dann angefordert wird, wenn er wirklich benötigt wird.

Systemspezifikationen

  • Installierte PV-Leistung: 150 kW (bestehende Anlage, integriert über DC/AC-Kopplung)
  • BESS-Leistung: 250 kW
  • BESS-Kapazität: 522 kWh
  • Notstromgenerator: 200 kVA Diesel (vorhanden, nur als Backup beibehalten)
  • Verwendetes Produkt: Galaxy 261 mit 125 kW PCS × 2
  • Architektur: Netzunabhängiges / Hybrides Microgrid mit Koordination von PV + Batterie + Diesel

Betriebslogik: Die „Solar-First“-Strategie

Die Steuerungslogik ist darauf ausgelegt, den Solar-Eigenverbrauch zu maximieren und die Diesellaufzeit zu minimieren, während eine 24/7-Versorgung der Standortlasten gewährleistet wird:

  • Solar-First-Dispatch: Während der Tagesstunden versorgt die PV-Anlage die Standortlasten direkt. Jeglicher Überschuss wird von der 522-kWh-Batterie aufgenommen, anstatt abgeregelt zu werden, wodurch zuvor verschwendete Mittagsenergie in Abendenergie umgewandelt wird.
  • Batteriegeführte Abende: Nach Sonnenuntergang entlädt sich das BESS über die 125-kW-×-2-PCS, um die gesamte Standortlast zu tragen und kritische Anlagen über Nacht ohne Generatorstart aufrechtzuerhalten.
  • Diesel als letzte Option: Der Generator startet nur automatisch an langen Tagen mit geringer Einstrahlung oder wenn der Ladezustand der Batterie unter einen definierten Schwellenwert fällt, wodurch die erwartete Diesellaufzeit um über 70 % reduziert wird.

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