Maximierung des Solarwerts durch Time-Shifting — BESS für PV-Arbitrage in Israel

FFD POWER Batterieschränke auf einer erhöhten Stahlplattform bei Sonnenaufgang über nebligen norwegischen Feldern

Projektübersicht

BESS für PV-Arbitrage in Israel zeigt eine 750 kW/3915 kWh-Installation aus 15 Hybridwechselrichter-integrierten Batteriesystemen, die darauf ausgelegt ist, PV-basierte Preisspreads zu nutzen und die Wirtschaftlichkeit zu verbessern. Durch das Laden mit überschüssiger Solarerzeugung und das Entladen in höherwertigen Zeitfenstern wandelt das System Mittagsspitzen der PV in disponierbare Energie um, reduziert Curtailment und stabilisiert die Standortleistung.

Das EMS koordiniert PV-geführtes Laden, die Entladeplanung für Arbitrage sowie das Management von SOC-Fenstern über alle Teilsysteme hinweg, um einen zuverlässigen Betrieb und batterieschonende Zyklen sicherzustellen.

BESS für PV-Arbitrage in Israel speichert überschüssige Solarenergie zur zeitversetzten Nutzung
Laptop mit FFD EMS-Dashboard „Yafit System 1" (Israel): Energiefluss zwischen Netz, drei PV-Batterie-PCS-Einheiten und Last

Projekt-Hintergrund

In Israel führen PV-Durchdringung und Tarifstrukturen oft zu einem Missverhältnis zwischen der Solarproduktion zur Mittagszeit und der Nachfrage am Abend. Das kann zu gering vergüteter Einspeisung, PV-Clipping oder Curtailment in stunden hoher Einstrahlung führen, während der Standort in Hochpreiszeiten weiterhin Strom aus dem Netz bezieht. Ein BESS in Kombination mit PV ermöglicht „PV-Arbitrage“: Energie wird gespeichert, wenn Solar reichlich vorhanden ist, und abgegeben, wenn sie wertvoller ist.

Bei Multi-Unit-Architekturen mit Hybridwechselrichtern verlagert sich die Regelungsaufgabe von der Einzelgeräte-Dispatchebene zur Flottenkoordination — SOC-Balance, Verfügbarkeiten und einheitliche Betriebsgrenzen müssen über alle Einheiten hinweg eingehalten werden.

Projekt-Herausforderung

  • Koordination mehrerer Einheiten (×15): 15 Hybrid-Subsysteme wie eine einzige Ressource dispatchen und dabei SOC-Drift sowie ungleichmäßige Nutzung vermeiden.
  • PV-Aufnahme vs. Batterielebensdauer: PV-Absorption und Arbitrage-Erträge maximieren, ohne übermäßiges Cycling; SOC-Fenster, Leistungsgrenzen und thermische Limits durchsetzen.
  • Stabile Planung bei Variabilität: Auf PV-Intermittenz und wechselnde Last-/Exportbedingungen reagieren und dennoch Compliance sowie planbare Entladefenster sicherstellen.

FFD POWER Lösung

FFD POWER lieferte ein 750 kW/3915 kWh-System aus 15 Hybridwechselrichter-integrierten Batteriesystemen mit einem für PV-Arbitrage ausgelegten EMS. Das EMS aggregiert Messwerte (PV-Leistung, Standort-Import/Export, SOC und Verfügbarkeit der Subsysteme), erstellt Anlagenfahrpläne und verteilt Sollwerte je Hybridwechselrichter auf Basis von SOC und Headroom.

Bei Solarüberschuss priorisiert das System das Laden aus PV, um Einspeisung und Curtailment zu reduzieren; in definierten Entladefenstern gibt es Energie ab, um teure Netzbezüge zu senken oder vertraglich vereinbarte Dispatchs zu bedienen. SOC-Balancing und Schutz-Interlocks sorgen für konsistente Performance und Langzeitzuverlässigkeit.

System-Spezifikationen

  • BESS-Leistung: 750 kW
  • BESS-Kapazität: 3915 kWh
  • Eingesetztes Produkt: Galaxy 261L plus 50 kW Hybridwechselrichter-integriertes System × 15
  • Anwendung: PV-Arbitrage (Solar-Time-Shifting)
  • Architektur: EMS mit PV-geführtem Laden + geplanter Entladung + Flotten-SOC-Balancing

Betriebslogik: PV-Following + Arbitrage-Planung + Flotten-Balancing

Die EMS-Logik wandelt variable PV in disponierbaren Wert um und koordiniert 15 Teilsysteme sicher:

  • PV-Following Ladeführung: lädt bei erkanntem PV-Überschuss (oder bei begrenzter Einspeisung) innerhalb von SOC- und Leistungsgrenzen, um die Solaraufnahme zu maximieren.
  • Arbitrage-Entladeplanung: entlädt in vordefinierten Hochwertfenstern (bzw. Hochlast-/Hochtarifzeiten) unter Einhaltung der Standortgrenzen und mit ausreichender Reserve.
  • Flotten-SOC-Balancing & Allokation: verteilt Sollwerte nach SOC/Verfügbarkeit, um Drift zu verhindern und einzelne Einheiten nicht zu überlasten.

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