Mittagssonne in Spitzenstunden-Gewinn verwandeln — BESS für PV-Arbitrage in Israel

FFD POWER Batterieschränke auf einer erhöhten Stahlplattform bei Sonnenaufgang über nebligen norwegischen Feldern

Projektübersicht

Als Reaktion auf Israels entschlossenen Vorstoß in Richtung dezentraler Solarenergie und zeitabhängiger Tarife (Time-of-Use, TOU) hat FFD POWER eine Solar-plus-BESS-Arbitragelösung mit 100 kW / 522 kWh an einem gewerblichen Dach-PV-Standort installiert. Das Projekt zeigt, wie ein Batteriespeichersystem (BESS) in Kombination mit einem Hybrid-Wechselrichter ansonsten abgeregelte Mittagssonne einfangen, sie in teure Spitzenstundenfenster verlagern und Leistungspreise spürbar senken kann — und damit eine passive Dachanlage in einen aktiv gesteuerten „Energiehandelsknoten“ verwandelt.

FFD POWER Batterieschränke in einem umzäunten Bereich unter einer PV-Gewächshauskonstruktion, mit Werkzeug und Kabeln am Boden
Zwei FFD POWER Batterieschränke mit seitlich montierten Wechselrichtermodulen in einem Gewächshausbereich, ein Arbeiter installiert die Umzäunung

Projekthintergrund

Der israelische Gewerbestrommarkt ist entschieden zu hochaufösender TOU-Bepreisung übergegangen, mit steilen Spitzentarifen am späten Nachmittag und Abend und deutlich günstigeren Preisen um die Mittagszeit. Gleichzeitig wenden Verteilnetzbetreiber Einspeisebegrenzungen an, die viele gewerbliche PV-Anlagen zwingen, mitten am Tag — genau dann, wenn die Solarproduktion am höchsten ist — überschüssige Erzeugung abzuregeln. Der kombinierte Effekt ist ein Paradox, das jedem israelischen Dachbesitzer vertraut ist: Reichlich günstiger Solarstrom wird mittags verschwendet, während um 19 Uhr teurer Netzstrom verbraucht wird. Diese Lücke zu schließen — ohne die PV-Anlage neu zu errichten oder den Netzanschluss aufzurüsten — ist die zentrale wirtschaftliche Herausforderung für die nächste Welle der Hinter-dem-Zähler-Solarenergie.

Projektherausforderung

  • Drastische TOU-Spreizungen: Spitzentarife für Gewerbekunden liegen um ein Vielfaches höher als Mittagstarife und mindern den Wert von selbst verbrauchtem Solarstrom, der zur falschen Zeit anfällt.
  • Abgeregelte Mittags-PV: Einspeisebegrenzungen zwingen die bestehende Dachanlage, ihre Leistung in den Spitzenproduktionsstunden zu drosseln, sodass an jedem sonnigen Tag saubere kWh ungenutzt bleiben.
  • Steigende Leistungspreise: Kapazitätsbasierte Bestandteile der Rechnung bestrafen kurze abendliche Lastspitzen und untergraben die Amortisationsrechnung reiner Solarinstallationen.
  • Kein Spielraum für einen größeren Netzanschluss: Eine Aufrüstung des Versorgungsanschlusses ist langwierig und kapitalintensiv, daher musste jede Lösung innerhalb des bestehenden Netzverknüpfungspunkts funktionieren.

FFD POWER-Lösung

FFD POWER hat ein All-in-One-BESS installiert, das auf zwei Galaxy 261-Schränken aufbaut, jeweils gekoppelt mit einem 50-kW-Hybrid-Wechselrichter. Dadurch entsteht ein Hinter-dem-Zähler-„Energiehandelsknoten“, der zwischen der bestehenden PV-Anlage, den Standortlasten und dem Netz sitzt. Die Hybridarchitektur ermöglicht es dem System, gleichzeitig überschüssigen Solarstrom aufzunehmen, gespeicherte Energie in das Spitzentariffenster einzuspeisen und Spitzen bei Leistungspreisen zu kappen — alles unter einem einzigen EMS.

Systemspezifikationen

  • Installierte PV: Bestehende gewerbliche Dach-PV-Anlage (hinter dem Zähler, integriert über Hybrid-Wechselrichter)
  • BESS-Leistung: 100 kW
  • BESS-Kapazität: 522 kWh
  • Verwendetes Produkt: Galaxy 261 × 2 mit 50-kW-Hybrid-Wechselrichter × 2
  • Architektur: Hybrid-Wechselrichter, AC-gekoppelt an bestehende PV-Anlage und Standortlasten, mit Netzanbindung und Notstromfähigkeit
  • EMS-Modi: PV-Eigenverbrauch, TOU-Arbitrage-Planung, Spitzenlastoptimierung

Betriebslogik: Der „Energiehandels“-Effekt

Das System verfolgt eine einzige Dispatch-Strategie, die im Tagesverlauf zwischen drei koordinierten Modi wechselt:

  • Solarerfassung (Mittag): Überschüssiger PV-Strom, der unter der Einspeisebegrenzung sonst abgeregelt würde, wird in die 522-kWh-Batterie umgeleitet und sichert günstige kWh, die zu den niedrigsten Tarifen erzeugt werden.
  • TOU-Arbitrage (Abendspitze): Wenn das Hochtariffenster öffnet, entlädt das BESS mit bis zu 100 kW, um die Standortlasten aus gespeichertem Solarstrom statt aus teurem Netzstrom zu decken, und nutzt damit bei jedem Zyklus die volle TOU-Spreizung.
  • Spitzenkappung (Lastspitzen): Das EMS überwacht kontinuierlich den Verbrauch am Standort und speist Batterieleistung zusätzlich zur PV- und Netzversorgung ein, um kurze Lastspitzen zu glätten und so die Belastung durch Leistungspreise auf der Monatsrechnung direkt zu reduzieren.
  • Netzbewusstes Nachladen (über Nacht): Sollte die Batterie nicht vollständig durch Solarstrom aufgefüllt sein, lädt das EMS sie opportunistisch mit Schwachlast-Netzstrom nach, sodass das Asset für das nächste Spitzenfenster bereit ist, ohne die Arbitrage-Wirtschaftlichkeit zu beeinträchtigen.

Entdecken Sie unsere Produkte.

Wir sind bereit zur Zusammenarbeit und zur Förderung von Innovationen im Bereich der Energiespeicherung.