Nachrüstung einer bestehenden PV-Anlage mit 1 MW / 2,088 MWh modularem Speicher — BESS für PV-Nachrüstung in Israel

FFD POWER Batterieschränke auf einer erhöhten Stahlplattform bei Sonnenaufgang über nebligen norwegischen Feldern

Projektübersicht

Als Reaktion auf Israels Bestreben, mehr Wert aus seiner installierten Solarkapazität zu schöpfen, hat FFD POWER neben einer bestehenden PV-Anlage an einem Gewerbe- und Industriestandort (C&I) ein modulares BESS mit 1 MW / 2,088 MWh installiert. Das System kombiniert 8 × Galaxy 261 AIO-Schränke (je 125 kW / 261 kWh) mit den vorhandenen Wechselrichtern des Kunden, um einen höheren Eigenverbrauch zu ermöglichen, Spitzenlastkappung zu liefern und eine Notstromebene hinzuzufügen — und das alles ohne Neubau der ursprünglichen PV-Anlage.

FFD POWER Batterieschränke beidseitig eines schmalen Gangs unter einem überdachten Bereich, mit hebräischen Warnhinweisen
Laptop mit FFD EMS-Dashboard „Yafit System 1" (Israel): Energiefluss zwischen Netz, drei PV-Batterie-PCS-Einheiten und Last

Projekthintergrund

Der C&I-Sektor in Israel hat in den letzten zehn Jahren aggressiv Aufdach- und Freiflächen-PV ausgebaut, doch viele dieser Anlagen wurden ausschließlich auf den Einspeisetarif tagsüber dimensioniert. Mit strengeren Einspeisegrenzen, zeitvariablen Tarifen, welche die Lücke zwischen Mittags- und Abendpreisen vergrößern, und einem fragilen Netz, das zunehmend von Ausfällen betroffen ist, müssen Betreiber Solarenergie vor Ort speichern, statt sie zu verschenken. Ein nachgerüstetes BESS — hinter den bestehenden PV-Wechselrichtern eingefügt — ist der schnellste Weg, diesen Wert zu erschließen, ohne neue Genehmigungen einzuholen oder funktionierende Solaranlagen zu ersetzen.

Projektherausforderung

  • Gedrosselter Solarertrag: Die bestehende PV-Anlage produzierte regelmäßig mehr Energie, als der Standort verbrauchen oder einspeisen konnte, wobei der Überschuss gekappt oder zu niedrigen Einspeisetarifen zurückverkauft wurde.
  • Teure Spitzennachfrage: Die Abendlast fiel mit dem höchsten zeitvariablen Tarif zusammen, während die Solarerzeugung bereits auf null gesunken war.
  • Bedenken zur Netzstabilität: Regionale Ausfälle bedrohten die Geschäftskontinuität, und das bestehende PV-System bot allein keine Notstromfähigkeit.
  • Nachrüstungsbeschränkung: Die Lösung musste sich in die laufende PV-Anlage und Schaltanlage integrieren lassen, ohne die vorhandenen Wechselrichter zu entfernen oder die Produktion zu unterbrechen.

FFD POWER Lösung

FFD POWER setzte ein modulares schrankbasiertes BESS ein — acht parallel verschaltete Galaxy 261 All-in-One-Einheiten —, um den Standort in einen selbstausgleichenden „Solar Hub“ zu verwandeln. Die AC-gekoppelte Architektur liegt hinter den vorhandenen PV-Wechselrichtern, sodass die ursprüngliche Solaranlage unverändert weiterläuft, während das BESS tagsüber überschüssige Erzeugung aufnimmt und in den Abendspitzen wieder abgibt.

Systemspezifikationen

  • Installierte PV-Leistung: Bestehende Kundenanlage (Nachrüstung, Kapazität beibehalten)
  • BESS-Leistung: 1 MW (8 × 125 kW)
  • BESS-Kapazität: 2,088 MWh (8 × 261 kWh)
  • Verwendetes Produkt: Galaxy 261 × 8, jeweils mit integriertem 125-kW-PCS
  • Architektur: AC-gekoppelte Nachrüstung, parallele Schranktopologie mit einheitlichem EMS
  • Anwendungsmodi: Eigenverbrauch, Spitzenlastkappung, Notstromversorgung

Betriebslogik: Die „Solar Hub“-Strategie

Das einheitliche EMS koordiniert alle acht Galaxy 261-Schränke als einen einzigen 1-MW-Asset und wechselt dynamisch zwischen vier Betriebsmodi je nach Tarif, Last und PV-Erzeugung:

  • Solare Zeitverschiebung: Der Mittagsüberschuss der bestehenden PV-Anlage wird in der 2,088-MWh-Batterie gespeichert, statt gedrosselt oder zu niedrigen Einspeisetarifen verkauft zu werden.
  • Spitzenlastkappung: Während der abendlichen Tarifspitze entlädt das BESS bis zu 1 MW, um Netzbezug auszugleichen und Lastgang- sowie Energiekosten im teuersten Zeitfenster zu senken.
  • Maximierung des Eigenverbrauchs: Das EMS priorisiert die Versorgung der Vor-Ort-Lasten aus Solar plus Speicher, bevor Strom aus dem Netz bezogen wird, und steigert so die Eigenverbrauchsquote der bestehenden PV-Anlage erheblich.
  • Notstromversorgung: Bei Netzausfall versorgt das System kritische Lasten aus dem gespeicherten Energievorrat und macht aus einer zuvor netzgebundenen PV-Anlage einen widerstandsfähigen Hybrid-Asset.

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