PV-gestützte Kostensenkung für einen Industriebetrieb — BESS für PV‑Eigenverbrauch und Peak Shaving in Deutschland

Projektübersicht
Das Projekt „BESS für PV‑Eigenverbrauch und Peak Shaving in Deutschland“ zeigt, wie ein Batteriespeichersystem (BESS) mit 315 kW / 645 kWh den PV‑Eigenverbrauch erhöht und die Leistungspreise (Demand Charges) in einem netzgekoppelten, inselnetzfähigen Metallverarbeitungsbetrieb in Süddeutschland senken kann. Bei PV‑Erzeugung vor Ort und stark schwankender Produktionslast puffert das BESS PV‑Fluktuationen, speichert Solarüberschüsse und entlädt in Spitzenlastphasen. Ein industrietaugliches EMS koordiniert PV‑Prioritätsladung, Peak Shaving und Reservemanagement, um die Stromkosten zu reduzieren und gleichzeitig die Batterielebensdauer zu schützen.


Projekt-Hintergrund
Metallverarbeitende Betriebe weisen häufig abrupte Leistungssprünge durch Anlagenanläufe, Kompressoren und intermittierende Produktionszyklen auf. In Regionen mit hohen Tarifen können diese Spitzen über Leistungspreise den Monatsbetrag dominieren, während die PV‑Leistung zur Mittagszeit ggf. abgeregelt oder zu geringem Wert eingespeist wird. Für Standorte mit Hybrid- oder Inselnetzfähigkeit ist zudem ein stabiles internes Leistungsmanagement entscheidend. Dieses Projekt setzt ein kompaktes BESS ein, um PV‑Energie zeitlich zu verschieben und Lastspitzen zu kappen, ohne die Produktion zu beeinträchtigen.
Projekt-Herausforderungen
- Stark variable Industrielast: Schnelle Leistungsschwankungen glätten und Lastspitzen, die durch Produktionsprozesse entstehen, begrenzen.
- PV‑Nutzungsoptimierung: PV‑Eigenverbrauch priorisieren, indem Überschussproduktion aufgenommen und Export zu geringem Wert bzw. Abregelung reduziert wird.
- Hybrid-/Off-Grid‑Bereitschaft: Reserve- und Schutzlogik aufrechterhalten, um einen stabilen Betrieb bei eingeschränkten Netzbedingungen oder bei Inselbetrieb zu unterstützen.
FFD POWER LÖSUNG
FFD POWER lieferte ein 315 kW / 645 kWh Cabinet‑BESS, integriert mit einem EMS, das für Industrie‑PV + Peak Shaving optimiert ist. Das EMS misst Netzimport/-export, PV‑Leistung und Lastdynamik und steuert anschließend das PCS, um PV‑Überschüsse aufzunehmen, Importspitzen zu begrenzen und Energie in Spitzenintervallen bereitzustellen. Eine Reservestrategie hält SOC‑Puffer für unerwartete Lastspitzen vor und unterstützt die Versorgungskontinuität, wenn die Netzstützung begrenzt ist.
Systemdaten
- BESS LEISTUNG : 315 kW
- BESS KAPAZITÄT : 645 kWh
- Eingesetztes Produkt : Galaxy 215 Cabinet‑All‑in‑One‑BESS * 3
- Anwendung : PV‑Eigenverbrauch + Peak Shaving (Industriebetrieb)
- Architektur: EMS mit PV‑Prioritätsladung + Importspitzenlimit + Reservestrategie
Betriebslogik: PV‑Priorität + industrielles Peak Shaving
Die EMS‑Logik zielt darauf ab, die PV‑Nutzung zu maximieren und gleichzeitig Lastspitzen zu reduzieren sowie eine Betriebsreserve zu halten:
- PV‑Prioritätsladung: Lädt das BESS, wenn die PV‑Leistung die Momentanlast übersteigt oder der Einspeisewert niedrig ist, innerhalb der SOC‑ und Leistungsgrenzen.
- Peak Shaving: Setzt eine Importobergrenze; überschreitet die Last diese Grenze, entlädt das BESS die Differenz und reduziert so die Leistungspreise.
- Reserve- & Schutzstrategie: Hält einen Mindest‑SOC ein und begrenzt Temperatur sowie C‑Rate; priorisiert Reserve in produktionskritischen Zeitfenstern oder bei schwachem Netz.
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