Mittagssonne in Abendgewinn verwandeln — BESS für Solar-Energiearbitrage in Spanien

Projektübersicht
FFD POWER hat ein 1,3 MWh Solar-plus-BESS-Projekt zur Solar-Energiearbitrage für einen großen Milchvieh- und Viehzuchtbetrieb in Südspanien in Auftrag gegeben. Durch die Kombination einer 400 kW Dach- und Freiflächen-PV-Anlage mit fünf Galaxy 261 Schränken mit insgesamt 625 kW / 1.305 kWh verlagert das System günstige Mittags-Solarerzeugung in die hochpreisigen Abendstunden Spaniens, senkt die Stromrechnung des Betriebs drastisch und hält gleichzeitig Melkstände, Futtermühlen und Kühlhäuser rund um die Uhr in Betrieb.


Projekthintergrund
Spaniens liberalisierter PVPC-Strommarkt ist zu einem der volatilsten in Europa geworden, mit Intraday-Spreads, die häufig 150 €/MWh zwischen den solargesättigten Mittagstiefs und den Abendspitzen von 19:00–22:00 Uhr überschreiten. Für mediterrane Viehzuchtbetriebe — Betriebe, die rund um die Uhr Belüftung, Melkroboter, Kühlung und Futterverarbeitung betreiben — hat die Belastung durch Spitzentarife die Margen Jahr für Jahr geschmälert. Gleichzeitig belohnen die Eigenverbrauchsregelungen nach RD 244/2019 Erzeuger, die ihren eigenen Solarstrom lokal verbrauchen, und bestrafen überdimensionierte Netzeinspeisungen. Eine Speicherebene, die Solarerzeugung zeitlich verschieben kann, ist zum Upgrade mit dem höchsten ROI geworden, das dem spanischen Agrarsektor zur Verfügung steht.
Projektherausforderung
- Tarifvolatilität: Die Abendspitzenpreise erreichen regelmäßig das 3- bis 5-fache des Mittags-Solartiefs, wobei die größten Lasten des Betriebs (Abendmelken und Kühlhausherunterkühlung) genau in die teuersten Stunden fallen.
- PV-Abregelungsverluste: Die bestehende 400 kW PV-Anlage erzeugte zwischen 11:00 und 16:00 Uhr Überschussenergie, die entweder zu nahezu Nullpreisen exportiert oder vollständig abgeregelt wurde.
- Betriebskontinuität: Vorschriften zum Tierwohl verlangen eine unterbrechungsfreie Belüftung und Wasserversorgung — jeder Ausfall des ländlichen Mittelspannungseinspeisers birgt das Risiko von Tierstress und Produktverderb.
- CapEx-Disziplin: Der Eigentümer forderte eine Amortisation unter 6 Jahren ohne Subventionen sowie einen modularen Aufbau, der mit dem Wachstum der Herde erweitert werden kann.
FFD POWER Lösung
FFD POWER hat einen integrierten 1,3 MWh „Arbitrage Hub“ implementiert, der fünf All-in-One-BESS-Schränke mit der bestehenden PV-Anlage des Betriebs unter einem einheitlichen Energiemanagementsystem kombiniert. Der Hub befindet sich hinter dem Zähler, erfasst jedes Kilowatt an Solar-, Last- und Netzfluss in Echtzeit und disponiert Energie kontinuierlich zu dem Ziel — Batterie, Betrieb oder Netz — das den wirtschaftlichen Tagesertrag maximiert.
Systemspezifikationen
- Installierte PV: 400 kW (bestehende Dach- + Freiflächenanlage)
- BESS-Leistung: 625 kW
- BESS-Kapazität: 1.305 kWh
- Verwendetes Produkt: Galaxy 261 mit 125 kW PCS × 5
- Architektur: Hinter-dem-Zähler AC-gekoppeltes Hybridsystem mit dynamischer Tarifplanung und USV-tauglicher Notstromversorgung
- Netzanschluss: 400 V Dreiphasen, 250 kVA vertraglich vereinbarte Kapazität
- Tägliche Zyklen: 1,2 im Durchschnitt (ein vollständiger Arbitragezyklus plus teilweise Solarglättung)
Betriebslogik: Die „Arbitrage Hub“-Strategie
Die Intelligenz des Systems liegt darin, wie der Hub vier parallele Erlösströme aus einem einzigen Batteriespeicher koordiniert, gesteuert durch einen prognosebasierten Dispatch-Algorithmus, der alle 15 Minuten gegen die Day-Ahead-OMIE-Spotpreise neu optimiert:
Das EMS koordiniert die Batterieabgabe, um Ladespitzen zu puffern und den NS-Bus zu stabilisieren:
- Solar-Erntefenster: Zwischen 10:00 und 16:00 Uhr wird überschüssige PV-Energie, die die Betriebslast übersteigt, in den Galaxy 261 Stack umgeleitet und erfasst Energie zu effektiven Kosten von unter 15 €/MWh
- Günstiger Netz-Nachschub: An bedeckten Tagen erkennt das EMS negative oder Spotpreise unter 30 €/MWh im Tal von 02:00–06:00 Uhr und lädt die Batterie aus dem Netz nach, um eine vollständige Abendentladung zu gewährleisten.
- Spitzenstundenentladung: Von 19:00 bis 22:00 Uhr versorgt das BESS die Abendmelk- und Kühllasten des Betriebs zum höchsten Tariffenster des Tages und verdrängt Netzimporte zu Preisen von 180–250 €/MWh.
- Kontinuitätsreserve: Ein rollierender Ladezustandspuffer von 20 % wird als sofort einsatzbereite Notstromversorgung zurückgehalten — fällt der ländliche Einspeiser aus, schaltet der PCS die kritischen Lasten des Betriebs nahtlos in den Inselbetrieb, ohne dass eine Unterbrechung wahrnehmbar ist.
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