Senkung der Spitzenlastkosten mit 2,4 MWh Speicher — BESS für Solaranlagen im Nahen Osten

Projektübersicht
In einer Region, die von reichlich Sonnenschein und steigenden Kühllasten geprägt ist, hat FFD POWER eine Solar-plus-BESS-Nachrüstung mit 2.410 kWh für eine gewerbliche und industrielle (C&I) Anlage im Nahen Osten realisiert. Durch die Integration von zehn Galaxy 241 Batterieschränken in die bestehende PV-Anlage des Kunden verwandelt das System einen reinen Tagesbetrieb-Solaranlagen-Asset in einen 24-Stunden-„Energy Hub“ — der Spitzenlastkosten reduziert, den solaren Eigenverbrauch stabilisiert und einen nahtlosen Backup-Schutz gegen ein zunehmend belastetes Stromnetz bietet.


Projekthintergrund
Im gesamten Nahen Osten stehen C&I-Betreiber vor einer perfekten Sturmsituation: steigende Tarife, der schrittweise Abbau von Energiesubventionen und zunehmende zeitvariable (TOU) und Leistungsentgelte-Strukturen. Gleichzeitig übersteigen die Umgebungstemperaturen regelmäßig 45 °C, wodurch HVAC-Lasten in die Abendspitzen geschoben werden, lange nachdem die Solarerzeugung nachgelassen hat. Viele Standorte verfügen bereits über erhebliche Dach- oder Freiflächen-PV, doch überschüssige Mittagsproduktion wird gedrosselt oder zu niedrigen Einspeisetarifen exportiert, während teure Abend-kWh weiterhin aus dem Netz bezogen werden. Diese Lücke zu schließen — ohne die PV-Anlage neu zu bauen — ist heute der größte Hebel zur Senkung der Betriebsenergiekosten.
Projektherausforderung
- Ungenutztes PV-Asset: Die bestehende PV-Anlage des Kunden erzeugte einen erheblichen Mittagsüberschuss, der gedrosselt oder zu geringem Wert exportiert wurde, während der Standort nach Sonnenuntergang weiterhin Strom zu Premium-Tarifen bezog.
- Belastende Leistungsentgelte: Kurze, scharfe Lastspitzen am Abend führten zu monatlichen kW-Leistungsentgelten, die oft die Energiekomponente (kWh) der Stromrechnung überstiegen.
- Bedenken hinsichtlich der Netzzuverlässigkeit: Spannungseinbrüche und ungeplante Ausfälle gefährdeten die Produktionskontinuität und empfindliche Geräte, wobei Dieselgeneratoren die einzige bestehende Notfalllösung waren.
- Dekarbonisierungsauftrag: Unternehmensziele im Bereich ESG und nationale Net-Zero-Roadmaps erforderten eine messbare Steigerung des erneuerbaren Eigenverbrauchs vor Ort — nicht nur der installierten PV-Kapazität.
FFD POWER Lösung
FFD POWER setzte einen modularen, AC-gekoppelten Speicherblock ein, der aus zehn Galaxy 241 All-in-One-Schränken besteht und neben den vorhandenen PV-Wechselrichtern des Kunden integriert ist, um einen einheitlichen „Energy Hub“ zu bilden. Anstatt die Solaranlage neu zu bauen, wird das BESS darauf aufgesetzt — es absorbiert den Mittagsüberschuss, gibt ihn während der Abendspitzen ab und steht bei Netzstörungen als Backup-Quelle bereit. Das Ergebnis ist ein einziges, intelligentes Energieanlagensystem, das eine passive PV-Anlage in eine aktive, dispatchbare Ressource verwandelt.
Systemspezifikationen
- Installierte PV: Bestehende kundeneigene PV-Anlage (~500 kW, AC-gekoppelt und beibehalten)
- BESS-Leistung: 500 kW (10 × 50 kW Hybrid-Wechselrichter)
- BESS-Kapazität: 2.410 kWh (10 × 241 kWh)
- Verwendetes Produkt: Galaxy 241 All-in-One-Schrank mit 50 kW Hybrid-Wechselrichter × 10
- Architektur: AC-gekoppelte Hybrid-Integration mit bestehender PV; modulare Paralleltopologie mit nahtloser Netz-/Inselbetriebs-Umschaltung
- Anwendungsmodi: Peak Shaving, solarer Eigenverbrauch, TOU-Arbitrage und Backup-Strom
Betriebslogik: Die „Energy Hub“-Strategie
Die Galaxy 241-Flotte arbeitet unter einer EMS-koordinierten Dispatch-Strategie, die kontinuierlich vier Ziele ausbalanciert — Maximierung des solaren Eigenverbrauchs, Minimierung der Spitzenlast, Ausnutzung der TOU-Spreads und Reservehaltung für Backup:
- Solarernte (mittags): Überschüssige Erzeugung aus der bestehenden PV-Anlage, die andernfalls gedrosselt oder exportiert würde, wird von der 2.410-kWh-Batteriebank erfasst und steigert die Nutzung erneuerbarer Energie vor Ort auf über 90 %.
- Peak Shaving (abends): Wenn der Standortbedarf nach Sonnenuntergang ansteigt, entlädt sich das BESS mit bis zu 500 kW, kappt die Importspitze und schützt den Kunden vor kostspieligen kW-Leistungsentgelten.
- TOU-Arbitrage (Off-Peak-Aufladung): Während der niedrigtarifierten Nachtfenster wird die verbleibende Kapazität aus dem Netz aufgeladen, sodass das System jeden Morgen vollständig vorbereitet in den nächsten Solar-plus-Last-Zyklus eintritt.
- Nahtloses Backup (Netzausfall): Bei Netzausfall schalten die Hybrid-Wechselrichter innerhalb von 20 Millisekunden in den Inselbetrieb, halten kritische Lasten online und synchronisieren sich automatisch wieder, sobald das Netz wiederhergestellt ist — wodurch die Laufzeit und Emissionen von Dieselgeneratoren reduziert werden.
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