Modularer Utility-Scale-Einsatz zur Nutzung von Preisspreads — BESS für TOU-Arbitrage in Tschechien

Projektübersicht
Das Projekt „BESS für TOU-Arbitrage in Tschechien“ zeigt den modularen Einsatz von 12 Schrank‑BESS‑Einheiten (insgesamt 1,5 MW / 3,13 MWh), die darauf ausgelegt sind, Strompreis‑Spreads durch Time‑of‑Use-(TOU)-Arbitrage zu nutzen. Durch Laden in Niedrigpreiszeiten und Entladen in Hochpreisfenstern erhöht das System die Asset-Auslastung und schafft planbare Erlöspotenziale. Das EMS koordiniert Fahrplan-Dispatch, SOC‑Zielwerte und Netzeinhaltung, um einen stabilen Betrieb über alle Schränke hinweg zu gewährleisten – auch unter Outdoor‑Standortbedingungen.


Projekthintergrund
In liberalisierten europäischen Strommärkten können Intraday- und Day‑Ahead‑Preisschwankungen relevante Spreads zwischen schwach nachgefragten und Spitzenlaststunden erzeugen. Batteriespeicher können diese Spreads monetarisieren, wenn sie mit präziser Planung, zuverlässiger Telemetrie und diszipliniertem SOC‑Management gefahren werden. Bei modularen Schrankflotten muss die Regelstrategie alle Einheiten im Gleichgewicht halten, SOC‑Drift verhindern und die Verfügbarkeit trotz Wetter, Standortrestriktionen und netzseitiger Limits sicherstellen. Dieses Projekt in Tschechien setzt ein schrankbasiertes BESS‑Kraftwerk ein, das für TOU‑Arbitrage optimiert ist und skalierbar sowie wiederholbar in Betrieb genommen werden kann.
Projektanforderungen
- Flottenkoordination: 12 Schränke als eine Ressource fahren, dabei den SOC ausbalancieren und eine Drift zwischen den Einheiten verhindern.
- Erlösoptimierung vs. Degradation: Preisspreads nutzen ohne übermäßiges Cycling; SOC‑Fenster und Leistungsgrenzen durchsetzen, um die Batterielebensdauer zu schützen.
- Outdoor‑Robustheit: Stabilen Betrieb und Logging unter wechselnden Wetter- und Standortbedingungen sicherstellen – mit klaren Alarmen und Ereignisprotokollen für Betrieb & Wartung.
FFD‑POWER‑Lösung
FFD POWER lieferte ein BESS‑Kraftwerk mit 12 Schränken auf Basis von 125 kW/261 kWh‑Modulen, integriert mit einem EMS für Arbitrage‑Dispatch und Flottenmanagement. Das EMS aggregiert Leistungsbefehle, verteilt Sollwerte auf die Schränke und balanciert den SOC aktiv, um die Flotte auszurichten. Day‑Ahead‑ oder Intraday‑Fahrpläne steuern Lade-/Entladefenster, während Schutzbedingungen, Rampenlimits und SOC‑Fenster einen sicheren Betrieb und konsistentes Performance‑Reporting gewährleisten.
Systemdaten
- BESS‑Leistung: 1,5 MW (125 kW × 12)
- BESS‑Kapazität: 3,13 MWh (261 kWh × 12)
- Eingesetztes Produkt: Galaxy261L Schrank‑All‑in‑One‑BESS (Mehrschrank‑Anlage)
- Anwendung: TOU‑Arbitrage (geplantes Laden/Entladen)
- Architektur: EMS mit Dispatch‑Planung + Flotten‑SOC‑Balancing + Logging & Alarme
Betriebslogik: Arbitrage‑Fahrplan + Flotten‑SOC‑Balancing
Die EMS‑Logik maximiert Arbitrageerlöse und hält gleichzeitig die Schrankflotte im Gleichgewicht sowie die Batterie innerhalb sicherer Grenzen:
- Fahrplanbasierter Dispatch: führt Day‑Ahead-/Intraday‑Lade- und Entladefenster anhand von Preissignalen aus und berücksichtigt die Leistungsgrenzen des Standorts.
- Flotten‑Sollwertverteilung: verteilt Kraftwerks‑Leistungsbefehle auf die Schränke nach Verfügbarkeit und SOC‑Gewichtung, um einzelne Einheiten nicht zu überlasten.
- SOC‑Fenster & Balancing‑Regelung: erzwingt SOC‑Grenzen und führt Balancing‑Logik aus, um Drift zu verhindern und eine konsistente Leistung sowie Einsatzbereitschaft für den nächsten Dispatch‑Zyklus sicherzustellen.
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