Erschließung der Preisunterschiede abends durch mittägliche Solarenergie — BESS für Photovoltaik-Arbitrage

FFD POWER Batterieschränke auf einer erhöhten Stahlplattform bei Sonnenaufgang über nebligen norwegischen Feldern

Projektübersicht

Unter Nutzung der Strategie zur Photovoltaik-Arbitrage mit BESS hat FFD POWER ein Batteriespeichersystem auf einem netzgebundenen Solarpark im ländlichen Slowenien installiert, um die mittägliche PV-Erzeugung zu verlagern und in den hochpreisigen Abendstunden Strom ins Netz einzuspeisen. Das System kombiniert fünf komplette Galaxy418L-Einheiten mit den vorhandenen 800-V-PV-Wechselrichtern des Standorts: Es lädt den überschüssigen Solarstrom zur Mittagszeit auf und speist nach Sonnenuntergang Strom ins Netz ein, um von den tageszeitlichen Strompreisunterschieden zu profitieren.

BESS für PV-Arbitrage: Umsetzung an einem netzgekoppelten Solarpark in Slowenien durch FFD POWER
BESS für PV-Arbitrage: Batterie-Energiespeichersystem für Solarkraftwerke

Projekthintergrund

Der Solarpark speiste seine gesamte erzeugte Energie direkt ins Netz ein, doch die zeitliche Verteilung der Produktion beeinträchtigte die Einnahmen der Anlage. Die PV-Erzeugung konzentriert sich auf die Mittagsstunden, zu denen die Großhandelspreise für Netzeinspeisung üblicherweise am niedrigsten sind. Die Zeitfenster mit höheren Strompreisen liegen abends, wenn die Solarproduktion bereits stark abgenommen hat.

Durch diese fehlende Übereinstimmung von Erzeugung und Preisniveau verschenkte die Anlage potenzielle Einnahmen. Zusätzlich war sie zeitweise negativen oder nahezu null betragenden Mittagspreisen ausgesetzt.

Projektherausforderung

  • Die PV-Leistung erreicht mittags genau dann ihren Höchstwert, wenn die Einspeisepreise ins Netz am niedrigsten sind.
  • Überschüssige Solarenergie birgt das Risiko von Einspeisereduzierungen und Begrenzungen am Wechselrichter während der Spitzenproduktionsstunden.
  • Die Anlage musste den Energieüberschuss auf den Abend verschieben, um den Preisunterschied zu nutzen – ohne umfangreiche Umbaumaßnahmen am vorhandenen 800-V-PV-System.

Lösung von FFD POWER

FFD POWER lieferte fünf komplette BESS-Einheiten Galaxy418L, die wechselstromgekoppelt an die vorhandenen 800-V-PV-Wechselrichter über einen gemeinsamen 800-V-Sammelschienenbus angeschlossen wurden. Durch die Wechselstromkopplung lässt sich der Batteriespeicher parallel zu den bereits installierten Wechselrichtern integrieren, ohne dass die Gleichstromseite des Solarfelds umgebaut werden muss. Der Speicher nimmt so einfach nachträglich den mittäglichen Solarüberschuss auf und gibt ihn abends wieder ab.

Systemspezifikationen

  • Fünf komplette Einheiten Galaxy418L mit jeweils 210 kW / 418 kWh.
  • Gesamtsystemleistung: 1.050 kW / 2.090 kWh
  • Wechselstromgekoppelt an vorhandene 800-V-PV-Wechselrichter über eine gemeinsame 800-V-Sammelschiene.
  • Anwendungsfall: Photovoltaik-Energie-Arbitrage

Betriebslogik: Die Strategie des „Arbitrage-Zentrums“

  • Das Energiemanagementsystem (EMS) koordiniert Photovoltaik, Batteriespeicher und Netz anhand des täglichen Preisverlaufs.
  • Mittägliche Ladephase: Bei hoher PV-Erzeugung und niedrigen Einspeisepreisen lädt das System die Batterien mit dem Solarüberschuss. Andernfalls würde diese Energie nur zu niedrigen Preisen eingespeist oder durch Wechselrichterbegrenzungen verloren gehen.
  • Abendliche Netzeinspeisung: Bei steigenden Strompreisen entladen die Batterien Energie ins Netz, um den Preisunterschied auszunutzen.
  • Da die Energieüberschüsse für die Batterieladung genau jene Strommengen sind, die mittags sonst abgeregelt würden, lässt sich mit einem einzigen Lade- und Einspeisezyklus gleichzeitig der Preisunterschied nutzen und die Abregelung minimieren.

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