Kein Verbrennen von Diesel über Widerstände — BESS als Prüflast in Deutschland

Projektübersicht
BESS als Generator-Prüflast in Deutschland bezeichnet ein wegweisendes Projekt von FFD POWER, das speziell für Dieselgeneratorhersteller in ganz Deutschland konzipiert wurde. Bei dieser innovativen Lösung kommt ein steuerbares Batterie-Energiespeichersystem (BESS) als Prüflast für Generatortests zum Einsatz und ersetzt herkömmliche Widerstandslastbänke, die die Prüfenergie lediglich als Abwärme verbrauchen. Statt die Leistungsabgabe bei der Leistungsüberprüfung des Generators ungenutzt zu vernichten, speichert das BESS die aufgenommene Elektrizität für vielfältige Nutzungen: Überschüssige Energie kann zurück ins öffentliche Netz eingespeist, zur Spitzenlastausgleichs-Arbitrage zur Senkung der Betriebskosten verwendet oder bei Bedarf als zuverlässige Notstromversorgung vor Ort für Notfälle der Anlage vorgehalten werden.


Projekthintergrund
Dieselgeneratoren müssen vor Auslieferung oder Inbetriebnahme unter echter elektrischer Last geprüft werden. Für Generatorhersteller ist das herkömmliche Verfahren mit Widerstandslastbänken technisch einfach, aber wirtschaftlich verschwenderisch: Es wird Diesel verbrannt, Strom erzeugt und die erzeugte Leistung sofort in Wärme umgewandelt. Der Kunde benötigte eine Prüflösung, die die Testfunktion beibehält und gleichzeitig rückgewinnbare Energie zu einem nutzbaren Wirtschaftsgut macht.
Projektherausforderung
- Steuerung der Prüflast: Das BESS muss als stabile und steuerbare elektrische Last für Generatortests fungieren, inklusive sicherer Ladung und Reservenmanagement des Ladezustands (SOC).
- Energierückgewinnung: Die bei Generatortests anfallende Energie muss effizient gespeichert und später wieder abgegeben werden, ohne den regulären Testablauf zu beeinträchtigen.
- Netzintegration: Das System muss Netzeinspeisung, Netzladung zu Niedrigtarifen, dynamische Leistungsbegrenzungen am PCC sowie zukünftige Aktualisierungen der EMS-Logik für Eigenverbrauch oder Notstrombetrieb unterstützen.
Lösung von FFD POWER
FFD POWER lieferte ein BESS mit 500 kW / 1,044 MWh auf Basis von vier Galaxy261L-Batterieschränken. Das System arbeitet mit getrennter PCS-Logik: Eine Seite nimmt die Leistung des Dieselgenerators als Gleichrichter- bzw. Lastpfad auf, während die netzseitige PCS die bidirektionale Netzschnittstelle für Einspeisung, Netzladung, Arbitrage und Notstrombereitstellung übernimmt.
Systemspezifikationen
- Konfiguration: 500 kW / 1,044 MWh, bestehend aus 4 Batterieschränken mit je 261 kWh.
- Anwendung: Generatortestlast, Netzeinspeisung und Spitzenlast-Arbitrage
- Verwendetes Produkt: 4 Stück Batterieschränke FFD POWER Galaxy261L inklusive PCS und EMS
- PCS-Auslegung: Gesamt-PCS-Leistung von 500 kW, aufgeteilt in lastseitige Gleichrichterlogik für den Generator und bidirektionale Logik für die Netzseite
- Architektur: Wechselstromgekoppeltes BESS mit getrennten Pfaden für Generatortests und Netzschnittstelle
Betriebslogik: Effekt der „Energiebank“
Die zentrale Innovation liegt in der Art und Weise, wie das EMS Generatortests, Energiespeicherung und Netzschnittstelle im Rahmen einer standortweiten Steuerstrategie verwaltet:
- Aufladung bei Generatortests: Bei der Lastprüfung des Generators nimmt der lastseitige Gleichrichter-PCS die Leistung des Generators auf und lädt das BESS auf. Das EMS hält vor jedem Testzyklus ausreichend SOC-Reserve vor.
- Spitzenlast-Arbitrage und dynamische Einspeisebegrenzung: Das BESS kann zu Niedrigtarifen Strom aus dem Netz oder rückgewonnene Testenergie aufnehmen und in Hochtarifzeiten wieder abgeben oder ins Netz einspeisen, wobei die Ein- und Ausspeiseleistung am PCC stets innerhalb der genehmigten Leistungsgrenze gehalten wird.
- Eigenverbrauch und USV-Notbetrieb: Sollte der Kunde später ausreichende lokale Lasten ergänzen, kann das EMS ferngesteuert aktualisiert werden, um den Eigenverbrauch zu priorisieren. Die Notstromlogik hält einen SOC-Reservewert vor und versorgt kritische Verbraucher bei Netzausfällen.
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