BESS für AIDC: Der umfassende Leitfaden zur Batteriespeichertechnik für KI-Rechenzentren

Systemarchitektur eines BESS für AIDC: MV-LFP-Speicher und LV-USV-Batterie im Zusammenspiel

Der Aufstieg der KI hat das Stromversorgungsmodell, auf dem Rechenzentren aufgebaut wurden, außer Kraft gesetzt. Racks, die einst mehrere zehn Kilowatt aufnahmen, benötigen heute Megawatt, und Lasten, die früher konstant waren, schwanken innerhalb von Sekunden um mehrere hundert Kilowatt. Ende 2025 stellte NVIDIA eine neue elektrische Architektur vor – die 800-V-Hochspannungs-Gleichstromversorgung (800V HVDC) –, die den Installationsort und die Aufgaben der Batterien neu definiert. Für Betreiber, Planer und EPC-Unternehmen, die die nächste Generation von KI-Rechenzentren errichten, ist die Batterie nicht mehr nur eine einzelne Einheit am hinteren Ende des Gebäudes. Heute sind es zwei, teilweise drei Einheiten an unterschiedlichen Stellen der Stromversorgungskette mit völlig unterschiedlichen Funktionen. Die Auswahl des geeigneten Batteriespeichersystems (BESS) für KI-Rechenzentren ist zu einer zentralen Planungsentscheidung beim Ausbau von KI-Infrastruktur geworden.

Dieser Leitfaden bietet eine umfassende Einführung zu BESS für AIDC – Batteriespeichersysteme für KI-Rechenzentren. Er erläutert die jeweiligen Installationsorte und Aufgaben der Batterien sowie die passende Batteriechemie für jeden Einsatzbereich. Dabei werden sowohl die herkömmliche Wechselstromarchitektur, die noch in den meisten Anlagen verwendet wird, als auch die neue 800V-HVDC-Architektur behandelt, auf die sich Hyperscaler ab dem Jahr 2026 festlegen. Darüber hinaus wird dargestellt, wie unsere LFP-Container-BESS, NiZn-USV-Batterien, 800-V-LFP-Batterien und 800-V-Natrium-Ionen-Batterien den drei erforderlichen Batteriestandorten in KI-Rechenzentren zugeordnet werden können.

Warum KI-Rechenzentren eine neue Art von Batterien benötigen

Vor einigen Jahren benötigte ein einzelner Server-Rack etwa 10 bis 15 Kilowatt. Heute kann ein Rack voller GPUs mehr als ein Megawatt aufnehmen – eine Steigerung der Leistungsdichte um das Hundertfache in weniger als fünf Jahren. Die gesamte Stromversorgungskette, von der Netzleitung über Transformator und USV bis zum Chip, muss neu konzipiert werden, und Batterien stehen im Zentrum dieser Neuausrichtung.

In einem herkömmlichen Rechenzentrum hat die Batterie eine einzige Aufgabe: Die Server über die Sekunden oder Minuten zwischen einem Netzausfall und dem Einschalten des Dieselgenerators am Laufen zu halten. Dies gilt zwar nach wie vor für KI-Rechenzentren, ist aber nicht mehr die gesamte Aufgabenstellung. KI-Arbeitslasten erzeugen massive, blitzschnelle Lastschwankungen: Ein Trainingsprozess kann innerhalb weniger Sekunden vom Leerlauf auf maximale Leistungsaufnahme ansteigen und wieder absinken. Das Stromnetz verträgt solche Sprünge schlecht. Versorgungsunternehmen wehren sich dagegen; in einigen Regionen lehnen sie neue Netzanschlüsse für Rechenzentren ab oder erheben hohe Strafgebühren bei mangelnder Stromqualität.

Somit übernimmt die Batterie nun zwei Aufgaben:

  1. Stabilisierung der Stromentnahme des KI-Rechenzentrums aus dem Netz, sodass der Netzbetreiber eine gleichmäßige, konstante Last registriert.
  2. Aufrechterhaltung der IT-Last bei Netzausfällen sowie während kurzer Umschaltpausen zwischen verschiedenen Stromquellen.

Diese beiden Aufgaben werden an unterschiedlichen Stellen im Stromversorgungssystem ausgeführt und erfordern unterschiedliche Batterietypen. Die folgenden Abschnitte erläutern deren Installationsorte, Funktionen und geeignete Batteriechemien – auch, wie die Ende 2025 von NVIDIA vorgestellte 800-V-HVDC-Architektur die zweite Batterie sowie das gesamte Konzept der Batteriespeichersysteme für KI-Rechenzentren neu gestaltet.

Wie der Strom durch ein KI-Rechenzentrum fließt

Bevor wir über Batterien sprechen, verfolgen wir zunächst den Stromfluss.

Der Strom gelangt vom Energieversorger mit Mittelspannung ins Rechenzentrum. Unter Mittelspannung versteht man üblicherweise Werte zwischen 10 kV und 35 kV. Gängige Spannungsebenen sind je nach Land 10 kV, 11 kV, 20 kV, 33 kV sowie 35 kV. Dies ist die Spannungsebene des örtlichen Verteilnetzes.

Innerhalb des Rechenzentrums senkt ein Abwärtstransformator die Mittelspannung auf Niederspannung ab. Niederspannung liegt unter 1 kV. Die am weitesten verbreiteten Wechselspannungen im Niederspannungsbereich betragen 400 V oder 480 V. Von dort gelangt der Strom zu den USV-Anlagen, weiter zu den Stromverteilungseinheiten (PDU) und schließlich zu den Server-Racks.

Das ist der herkömmliche Strompfad. Jede Stufe geht mit Verlusten aus, Geräte können ausfallen, und wiederholte Umwandlungen zwischen Wechselstrom und Gleichstrom beeinträchtigen den Wirkungsgrad. Bei einem konventionellen Rechenzentrum mit einer Last von wenigen bis mehreren zehn Megawatt und relativ konstanter Auslastung funktioniert dieser Aufbau gut. Bei einem KI-Rechenzentrum gerät derselbe Pfad unter enorme Belastung: Die Lasten sind deutlich größer, die Lastwechsel fallen weit stärker aus, und Ineffizienzen schlagen sich massiv in Kosten und Wärmeentwicklung nieder. An dieser Stelle kommen die beiden Batteriesysteme ins Spiel.

Die Mittelspannungsbatterie (BESS auf der Mittelspannungsseite)

Die erste Batterie ist auf der Mittelspannungsseite vor dem Abwärtstransformator des Rechenzentrums installiert. Die Batteriezellen selbst arbeiten mit Niederspannung, werden aber über ein Stromumrichtersystem (PCS) und einen Aufwärtstransformator an die Mittelspannungssammelschiene angebunden, sodass sie wie eine direkt auf der Mittelspannungsebene installierte Einheit wirken. Diese Batterie dient nicht der Notstromversorgung der IT-Lasten, sondern sorgt dafür, dass das Rechenzentrum netzverträglich betrieben wird. Sie absorbiert kurzfristige Leistungsspitzen beim Hochfahren der GPUs, gibt Energie frei, wenn die GPUs heruntergefahren werden, glättet die Last, die der Netzbetreiber wahrnimmt, und kann Blindleistung, Netzstabilisierung bei Störungen sowie weitere Netzdienstleistungen erbringen. Übliche Auslegungen liegen bei mehreren Megawattstunden pro Gebäude mit hoher Leistungsabgabe im Verhältnis zur gespeicherten Energie.

Die Niederspannungsbatterie (USV-Batterie)

Die zweite Batterie ist in der USV auf der Niederspannungsseite platziert, zwischen Abwärtstransformator und IT-Last. Sie übernimmt die klassische Aufgabe der Überbrückungsstromversorgung. Bei Einbrüchen oder Ausfall der Netzspannung versorgt die USV-Batterie die Last, bis der Dieselgenerator anläuft und stabilisiert ist – üblicherweise zwischen 30 Sekunden und wenigen Minuten. Es wird keine große Energiemenge benötigt; entscheidend sind Zuverlässigkeit, lange Lebensdauer, hohe Kurzzeitleistung und eine kompakte Bauweise.

„Unser modulares BESS ist auf den Energiebedarf von Hochdichte-KI-Rechenzentren abgestimmt. Es unterstützt eine flexible stufenweise Erweiterung, intelligente dynamische Leistungssteuerung sowie eine robuste und stabile Betriebsleistung für hyperskalierte AIDC-Anlagen, Industrieanwendungen und netzgebundene Projekte im Versorgungsmaßstab.“

Ang Li , CEO in FFD POWER

BESS für AIDC auf der Mittelspannungsseite: Detaillierte Betrachtung

Mit dem Aufstieg der KI hat sich die Batterie auf der Mittelspannungsseite am stärksten verändert – daher lohnt sich eine vertiefende Betrachtung.

Aufgaben des BESS auf der Mittelspannungsseite

In einem KI-Rechenzentrum übernimmt das BESS auf der Mittelspannungsseite mehrere Funktionen gleichzeitig:

Lastglättung:

KI-Trainingsaufgaben führen zu wechselnder Leistungsaufnahme. Ein 1-MW-Rack kann innerhalb von Sekunden um mehrere hundert Kilowatt schwanken. Bei hunderten solcher Racks erscheint das Rechenzentrum aus Netzsicht als unruhige Industrielast. Das an der Mittelspannungssammelschiene angeschlossene BESS absorbiert Leistungsspitzen und füllt Lasttäler, sodass der Netzbetreiber eine nahezu konstante Lastkurve misst.

Lastspitzenkappung:

In den meisten Regionen berechnen Versorger Gebühren nach der maximalen Spitzenlast. Durch die Spitzenbegrenzung mittels Batterie senkt das Rechenzentrum die Leistungsgebühren. Innerhalb eines Jahres lassen sich erhebliche Einsparungen erzielen.

Notstromunterstützung:

Das BESS ist keine primäre USV, kann aber bei schwerwiegenden Netzstörungen die gesamte Anlage kurzzeitig versorgen, damit Generatoren störungsfrei anlaufen können.

Netzdienstleistungen:

Einige Netzbetreiber vergüten Rechenzentren für Frequenzregelung, Blindleistungsunterstützung oder Kapazitätsbereitstellung. Ein an der Mittelspannungssammelschiene installiertes BESS kann diese Leistungen erbringen. In einigen Gebieten wandelt sich die Batterie dadurch von einer Kostenposition zu einer Einnahmequelle.

Hybride Einbindung erneuerbarer Energien:

Verfügt das Rechenzentrum über eigene Solar- oder Windanlagen, integriert das MV-seitige BESS diese Erzeugung, speichert Überschussenergie und gibt diese bei Bedarf wieder ab.

Geeignete Batteriechemie für das MV-seitige BESS

Das BESS auf der Mittelspannungsseite ist energiedominiert. Es liefert Energie im Megawattstundenbereich mit moderater C-Rate – üblicherweise ca. 0,5C. Beispiel: Ein 5 MWh-Speicher gibt dauerhaft 2,5 MW ab. Dafür ist Lithium-Eisen-Phosphat (LFP) hervorragend geeignet.

LFP ist heute der Standard für netzgebundene stationäre Großspeicher, aus nachvollziehbaren Gründen:

  • Hohe Zyklenlebensdauer: LFP-Zellen erreichen bei hoher Entladetiefe regelmäßig 6.000 bis 10.000 Zyklen.
  • Hohe Sicherheit: LFP besitzt eine deutlich höhere Schwelle für thermisches Durchgehen als NMC, daher bevorzugt für stationäre Speicher in der Nähe kritischer Infrastruktur.
  • Stabiler Kostenverlauf: Im letzten Jahrzehnt sind LFP-Zellen schneller im Preis gefallen als alle anderen großtechnischen Batteriesysteme.
  • Containerbauweise: LFP-Speicher gibt es als standardisierte 20-Fuß- oder 40-Fuß-Einheiten mit integrierter Thermomanagement-, Brandbekämpfungs- und Batteriemanagementsystem.

Unser Produkt: Galaxy 418L Schrank-BESS

FFD POWER bietet das Galaxy 418L an: Ein Schrank-BESS mit 210 kW / 418 kWh, ausgelegt für KI-Rechenzentren auf der Mittelspannungsseite. Mehrere Schränke lassen sich parallel schalten und über einen Aufwärtstransformator an die Mittelspannungssammelschiene anbinden. Betreiber können die Anlage lastgerecht dimensionieren: von einem einzelnen Schrank für eine kleine KI-Halle bis zu Dutzenden Einheiten für einen gesamten Campus.

Wichtige Spezifikationen

  • Energiekapazität: 418 kWh pro Schrank
  • Leistung: 210 kW Dauerleistung (0,5C)
  • AC-Ausgang: 690 V oder 800 V Wechselspannung, kombinierbar mit Aufwärtstransformator für die Mittelspannungssammelschiene
  • Batteriechemie: LFP (Lithium-Eisen-Phosphat)
  • Bauform: Eigenständiger Außenschrank, kein separater Container oder zusätzliches Gelände erforderlich
  • Zyklenlebensdauer: > 8.000 Zyklen bei 90 % Entladetiefe
  • Thermomanagement: Flüssigkühlung
  • Sicherheit: Mehrstufige Brandunterdrückung, Überwachung auf Zellebene; Zertifizierungen UL 9540A (USA) und IEC 62619 (weltweit)
  • Einbindung: Störungsfreie Parallelschaltung der Schränke; integriertes PCS; Anbindung an Mittelspannungssammelschiene über Standard-Aufwärtstransformator; Unterstützung gängiger Netzcodes und SCADA-Protokolle
All-in-One-Energiespeichersystem Galaxy 418L in perspektivischer Ansicht mit Bedienpanel und Lüftungsgitter

Galaxy 418L-AIO

All-in-One-Energiespeichersystem, entwickelt für eine 800-VAC-Ausgangsleistung zur nahtlosen Integration von Solarenergie.

  • Nahtlose Kopplung mit 800-VAC-Solarsystem zur effizienten Integration
  • Hochintegriertes schlüsselfertiges Design für Systemintegration
  • Flexibel für Transport und Wartung
  • Modulare und skalierbare Bereitstellung
Mehr erfahren

Für ein typisches KI-Rechenzentrum lassen sich Galaxy-418L-Schränke gruppenweise je nach Gebäude oder Halle dimensioniert installieren. Die Lieferzeiten sind kürzer als bei kompletten Container-BESS. Der Platzbedarf pro Schrank ist gering genug für Standorte mit begrenzter Fläche. Die Kapazität kann mit steigender Last schrittweise um jeweils 418 kWh erweitert werden – eine Überdimensionierung bei der Erstinstallation ist nicht erforderlich.

BESS für AIDC auf der Niederspannungsseite: Die USV-Batterie

Die USV-Batterie ist der zweite Teil des Systems. Ihre Aufgabe hat sich grundsätzlich nicht verändert, jedoch das Umfeld: KI-Rechenzentren sind dichter bestückt und wärmer, verfügen über weniger Nutzfläche bei mehr Racks, und die USV selbst verarbeitet höhere Leistungen als je zuvor. Die Blei-Säure-Batterien, die die Branche jahrzehntelang versorgt haben, erreichen zunehmend ihre Grenzen.

Nachteile von Blei-Säure-Batterien in modernen USV-Anlagen

Ventilgeregelte Blei-Säure-Batterien (VRLA) sind seit den 1980er Jahren die Standardlösung für USV-Anlagen. Sie funktionieren, weisen aber in Hochdichte-KI-Rechenzentren erhebliche Nachteile auf:

  • Blei-Säure-Batterien sind schwer und benötigen viel Bodenfläche. In einem Gebäude, in dem jeder Quadratmeter IT-Fläche jährlich mehrere Tausend Euro wert ist, ist dies ein zentraler Nachteil.
  • Kurze Lebensdauer. VRLA-Batterien müssen üblicherweise alle 4 bis 6 Jahre ausgetauscht werden. Der Austausch ist mit hohen Personalkosten und Risiken verbunden.
  • Begrenzte Zyklenfestigkeit. VRLA ist für seltene Entladungen ausgelegt. Häufiges Laden und Entladen, wie es in KI-Umgebungen zunehmend gefordert wird, lässt die Batterien schnell altern.
  • Temperaturempfindlichkeit. Bei hohen Temperaturen sinken Kapazität und Lebensdauer von VRLA deutlich – KI-Säle weisen generell erhöhte Temperaturen auf.
  • Wasserstoffausgasung. VRLA gibt geringe Mengen Wasserstoff ab, sodass Batterieräume belüftet werden müssen.

Lithium-Ionen-Batterien (üblicherweise NMC) halten zunehmend Einzug in USV-Anwendungen und lösen Probleme hinsichtlich Platzbedarf und Zyklenlebensdauer. Dennoch besteht das Risiko eines thermischen Durchgehens. Viele Betreiber zögern, solche Batterien direkt im IT-Bereich nahe der Last zu installieren; zudem üben einige Versicherer Einschränkungen aus. An dieser Stelle kommt Nickel-Zink (NiZn) ins Spiel.

Warum NiZn hervorragend für USV-Anlagen in AIDC geeignet ist

Nickel-Zink ist eine wässrig-alkalische Batterietechnologie. Das Prinzip ist nicht neu – es existiert seit über einem Jahrhundert. Neuere Fortschritte bei Elektrolyt und Elektroden machen die Technologie nun für stationäre Anwendungen wirtschaftlich einsetzbar. Für USV-Systeme in KI-Rechenzentren kombiniert NiZn Eigenschaften, die keine andere Batteriechemie in gleicher Weise bietet:

  • Nicht brennbar. Der Elektrolyt ist wasserbasiert; es besteht kein Risiko eines thermischen Durchgehens. Die Batterien können im IT-Bereich installiert werden, ohne zusätzliche Brandschutzeinrichtungen.
  • Hohe Leistungsdichte. NiZn liefert kurzfristig sehr hohe Leistungen – genau das, was die Überbrückungsfunktion der USV erfordert.
  • Breiter Betriebstemperaturbereich. Funktionsfähig unter dem Gefrierpunkt bis über 50 °C ohne nennenswerten Kapazitätsverlust.
  • Lange Kalenderlebensdauer: üblicherweise 10 bis 15 Jahre.
  • Nickel und Zink sind reichlich vorhandene Rohstoffe mit etablierten Recyclingverfahren. Kein Kobalt, kein Lithium, keine Seltenen Erden.
  • Geringerer Platzbedarf als Blei-Säure: Bei gleicher Leistung benötigt man etwa halb so viel Bodenfläche.

Unser Produktangebot: NiZn-USV-Batterie

FFD POWER bietet das Modell Astrum 4200-10C an: Eine Nickel-Zink-USV-Batterie als direkter Ersatz für VRLA in Rechenzentrums-USV-Systemen.

Wichtige Spezifikationen:

  • Chemie: Nickel-Zink (wässrig-alkalisch)
  • Bauform: Standard 19-Zoll-Rackmodul, kompatibel mit gängigen USV-Gestellen
  • Überbrückungszeit: Ausgelegt auf 30 Sekunden bis 15 Minuten Überbrückung bei voller USV-Last
  • Kalenderlebensdauer: ca. 12 Jahre bei 25 °C
  • Zyklenlebensdauer: 500 Zyklen (0,5C bei 100 % Entladetiefe)
  • Betriebstemperatur: -20 °C bis +55 °C
  • Sicherheit: Nicht brennbar, kein thermisches Durchgehen, keine Wasserstoffausgasung

Für Betreiber von KI-Rechenzentren, die eine Leistungsfähigkeit auf Lithium-Niveau wünschen, ohne die damit verbundenen Risiken einzugehen, ist NiZn die passende Lösung. Die Batterien können im IT-Gebäude direkt in der Nähe der USV installiert werden, ohne dass zusätzliche Brandbekämpfungs- oder Belüftungsanlagen erforderlich sind.

Der Wechsel zu 800-V-HVDC und die Auswirkungen auf Ihre Batterien

Im Oktober 2025 stellte NVIDIA eine 800-V-HVDC-Architektur für KI-Rechenzentren vor. Statt die Mittelspannungswechselspannung auf Niederspannungswechselspannung herabzusetzen und über eine Wechselstrom-USV zu leiten, wandelt das neue Konzept die Energie am Gebäudeeingang direkt in 800-V-Gleichstrom um und verteilt diese über eine Gleichstromsammelschiene. Dadurch entfallen die meisten Umwandlungsstufen. Der Gesamtwirkungsgrad steigt von etwa 90 Prozent auf 94 bis 97 Prozent, und der Kupferbedarf sinkt schätzungsweise um 45 Prozent. Mehrere große Hersteller haben für 2026 Produktlinien für die 800-V-HVDC-Technik angekündigt, die auf die NVIDIA-Plattformen Vera Rubin und Rubin Ultra abgestimmt sind. Somit bildet diese Architektur die Grundlage für die nächste Generation von KI-Rechenzentren.

Das oben beschriebene mittelspannungsseitige LFP-Container-BESS bleibt unverändert. Auch bei der 800-V-Konzeption ist es auf der Netzseite nach wie vor unverzichtbar. Verändert wird lediglich die zweite Batterie. Die Wechselstrom-USV entfällt. An ihrer Stelle ist eine Batterie direkt an der 800-V-Gleichstromsammelschiene installiert, um die Versorgungslücke zwischen Netzausfall und Anlauf des Generators zu überbrücken. Diese Batterie muss kurzfristig sehr hohe Leistungen liefern, häufige Flachzyklen vertragen, in kompakten 19-Zoll-Stromräumen untergebracht werden können und in unmittelbarer Nähe der IT-Lasten betriebssicher sein.

FFD POWER bietet für diesen Einsatzzweck Batterien in drei Technologien an: LFP (Galaxy 261 / Galaxy 418) mit höchster Ausgereiftheit und Energiedichte, Natrium-Ionen-Batterien (Lumen 115L) für hohe C-Raten sowie den Einsatz bei hohen Temperaturen mit häufigen Zyklen und Nickel-Zink-Batterien (Astrum 4200-10C) als nicht brennbare Lösung für kurzzeitige Überbrückung direkt an der Gleichstromsammelschiene. Die Auswahl zwischen diesen Varianten, ergänzt um die gesamte Umwandlungskette, Wirkungsgradberechnungen und einen direkten Vergleich, wird in unserem ergänzenden Fachartikel erläutert.

Weiterlesen: BESS für 800-V-HVDC: Auswahl der Batterie für die neue KI-Rechenzentrumsarchitektur von NVIDIA

Auswahl des passenden BESS für Ihr KI-Rechenzentrum: Ein Entscheidungsleitfaden

So fügen sich alle Komponenten zu einem Gesamtsystem zusammen.

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Batterie-Energiespeichersystem Galaxy 261L mit angebautem 60kW-Hybrid-Wechselrichtermodul

Galaxy 261L+60kW Hybrid

Kombiniert Lithium-Batteriespeicher mit hoher Kapazität und einen fortschrittlichen Hybrid-Wechselrichter für vielseitige On-Grid- und Off-Grid-Anwendungen.

  • Nahtlose Hybrid-Integration
  • Unterbrechungsfreie Stromversorgung mit 20 ms Schnellumschaltung
  • Flexible Skalierbarkeit bis zu 8 Einheiten
  • Intelligentes Management und Sicherheit
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Lumen 115 Natrium-Ionen-Energiespeicherschrank, geöffneter Schrank mit fünf Batteriemodulen und Anschlussfeld

Lumen 115 Natrium-Ionen-Energiespeicherschrank

All-in-One-Natrium-Ionen-Energiespeichersystem für den Außenbereich, entwickelt für zuverlässiges und effizientes Energiemanagement.

  • Von Natur aus sicherere Chemie
  • Lithiumfreie Lieferkette
  • Geeignet für Kaltklima (bis -30 °C)
  • Schnelle und kosteneffiziente Bereitstellung
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Jedes KI-Rechenzentrum benötigt mindestens eine dieser Batterielösungen. Die meisten brauchen zwei. Die Entscheidung zwischen der Batterie für die Wechselstrom-USV und der 800-V-Gleichstrombatterie hängt davon ab, welche Architekturgeneration Sie realisieren.

Bei Neubau eines herkömmlichen Wechselstrom-Rechenzentrums: Kombinieren Sie das 5-MWh-LFP-Container-System auf der Mittelspannungsseite mit NiZn-USV-Batterien auf der Niederspannungsseite. Dies ist die leistungsstärkste und risikoärmste Konfiguration für gängige Architekturen.

Bei Neubau eines 800-V-HVDC-Rechenzentrums auf Basis von NVIDIA Vera Rubin oder Rubin Ultra: Kombinieren Sie das 5-MWh-LFP-Container-System auf der Mittelspannungsseite mit der 800-V-Batterie an der Gleichstromsammelschiene. Wählen Sie LFP für maximale Ausgereiftheit und Energiedichte, Natrium-Ionen, falls Sie eine höhere C-Rate, einen breiteren Temperaturbereich sowie eine widerstandsfähigere Lieferkette benötigen.

Bei Betrieb eines hybriden Standorts oder stufenweiser Modernisierung: Das mittelspannungsseitige BESS ist in beiden Fällen identisch. Beginnen Sie mit dieser Einheit. Ergänzen Sie die passende Batterie auf Niederspannungs- oder Gleichstromseite bei der Inbetriebnahme jedes einzelnen Gebäudes oder jeder Halle.

Fazit

KI-Rechenzentren sind nicht einfach nur größere Ausführungen herkömmlicher Rechenzentren. Sie stellen eine neue Kategorie von Anlagen dar und erfordern eine neuartige Batterieinfrastruktur. Aus diesem Grund lässt sich das BESS für AIDC am besten als drei Funktionen innerhalb einer Stromversorgungskette verstehen, statt als einzelnes Produkt.

Auf der Mittelspannungsseite vor dem Abwärtstransformator ist ein großes LFP-Container-BESS erforderlich, um Lastschwankungen abzufedern, Lastspitzen zu kappen und einen netzverträglichen Betrieb zu ermöglichen. Das 5-MWh-LFP-Container-System von FFD POWER mit einer Auslegung von 0,5C ist genau für diese Aufgabe konstruiert.

Auf der Niederspannungsseite innerhalb der USV wird eine Batterie benötigt, die hohe Leistungsabgabe, lange Lebensdauer, geringen Platzbedarf und ein hohes Sicherheitsniveau vereint, sodass sie direkt neben der IT-Last installiert werden kann. Die NiZn-USV-Batterie von FFD POWER erfüllt alle vier Anforderungen.

Bei den neuen 800-V-HVDC-Architekturen, die NVIDIA Ende 2025 vorgestellt hat und die die nächste Generation von KI-Rechenzentren prägen werden, ist eine auf die 800-V-Gleichstromsammelschiene abgestimmte Batterie erforderlich. FFD POWER bietet dafür sowohl LFP- als auch Natrium-Ionen-Lösungen an. Sie können die Batterietechnologie entsprechend Ihren Projektanforderungen auswählen und damit die Stromversorgungskette vom Netz bis zur GPU vollständig abbilden.

Wenn Sie ein KI-Rechenzentrum planen, errichten oder modernisieren, geht die Batterieauswahl nicht mehr nur um die Dauer der Überbrückungsversorgung. Vielmehr hängt die Entscheidung von der gewählten Architektur, den vereinbarten Rahmenbedingungen mit dem Netzbetreiber und der passenden Batterietechnologie für jede einzelne Funktion im System ab.

Sprechen Sie mit FFD POWER über Ihre Batteriekonzeption für das KI-Rechenzentrum. Wir liefern LFP-Container-BESS für die Mittelspannungsseite, NiZn-Batterien für herkömmliche USV-Systeme sowie LFP- und Natrium-Ionen-Batterien für 800-V-HVDC-Architekturen – für die gesamte Stromversorgungskette des KI-Rechenzentrums.

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Mittelspannungsseite, vor dem Abwärtstransformator
Lastglättung, Spitzenlastkappung, Netzdienstleistungen, langfristige Notstromversorgung
LFP
5 MWh LFP Galaxy 5015, 0,5C
Niederspannungsseite, Wechselstrom-USV (herkömmliche Architektur)
Überbrückungsversorgung bei Stromausfällen
NiZn
Astrum 4200-10C
800-V-Gleichstromsammelschiene (HVDC-Architektur)
Überbrückungsversorgung, schnelle Lastunterstützung
LFP oder Na-Ion
LFP Galaxy 261, LFP Galaxy 418 oder NA-ION Lumen15SL

FAQ

Erkunden Sie häufig gestellte Fragen zu unseren Dienstleistungen.

Was ist BESS für AIDC?

BESS für AIDC steht für Batterie-Energiespeichersysteme, die speziell für KI-Rechenzentren ausgelegt sind. Im Gegensatz zu herkömmlichen Rechenzentren benötigen KI-Rechenzentren Batterien an zwei Stellen: auf der Mittelspannungsseite, wo ein großes LFP-Container-BESS Lastschwankungen glättet und Netzdienstleistungen erbringt; sowie auf der Niederspannungs- oder Gleichstromseite, wo eine kleinere Batterie die IT-Lasten bei Stromausfällen überbrückt.

Warum benötigt ein KI-Rechenzentrum eine Batterie auf der Mittelspannungsseite, wenn bereits eine USV vorhanden ist?

Die USV schützt die IT-Lasten, das BESS auf der Mittelspannungsseite schützt das Stromnetz. KI-Arbeitslasten verursachen massive und schnelle Schwankungen des Strombedarfs, die das örtliche Verteilnetz destabilisieren können. Aus diesem Grund umfasst jedes vollständige BESS für KI-Rechenzentren eine Batterie auf der Mittelspannungsseite. Diese fängt die Lastschwankungen ab und sorgt dafür, dass der Netzbetreiber eine stabile Last wahrnimmt – dies wird zunehmend zur Voraussetzung für den Netzanschluss neuer Rechenzentren.

Warum wird für die Batterie auf der Mittelspannungsseite LFP eingesetzt und nicht NMC?

LFP verfügt über einen deutlich höheren Schwellenwert für thermisches Durchgehen als NMC, eine längere Zyklenlebensdauer und geringere Kosten pro kWh. Für stationäre Energiespeicher, insbesondere in der Nähe kritischer Infrastrukturen, ist LFP der Industriestandard.

Warum NiZn für die USV-Batterie statt Lithium-Ionen?

Nickel-Zink ist nicht brennbar und birgt kein Risiko eines thermischen Durchgehens. Dadurch kann es sicher im IT-Gebäude in unmittelbarer Nähe der USV installiert werden. Es arbeitet zudem in einem breiten Temperaturbereich, verfügt über eine lange Kalenderlebensdauer und nutzt recycelbare Materialien. Für Betreiber von KI-Rechenzentren, die eine Leistungsfähigkeit auf Lithium-Niveau wünschen, ohne die damit verbundenen Brandrisiken einzugehen, ist Nickel-Zink eine ausgezeichnete Lösung.

Kann ich dasselbe Batteriesystem für mehrere Rechenzentrumsgebäude nutzen?

Ja. Die LFP-Schränke sind modular aufgebaut. Mehrere Schränke können parallel betrieben und über ein einziges Energiemanagementsystem gesteuert werden. Dadurch lässt sich die Kapazität über das gesamte KI-Rechenzentrumsgelände von einigen Dutzend MWh bis hin zu mehreren Hundert MWh skalieren.

Sind diese Batterien für eine Inneninstallation geeignet?

Die NiZn-USV-Batterie ist nicht brennbar und für die Installation in IT-Räumen im Innenbereich ausgelegt. Sowohl die 800-V-LFP- als auch die 800-V-Natrium-Ionen-Batterien sind für den Einsatz in inneren Stromräumen konstruiert, wobei Natrium-Ionen ein noch geringeres Risiko für thermisches Durchgehen aufweist als LFP. Das 5-MWh-LFP-Container-System wird üblicherweise im Außenbereich aufgestellt und verfügt über integrierte vollständige Thermomanagement- und Brandunterdrückungssysteme.

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